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Julia Lübbecke

© Daniel Sadrowski

Julia Lübbecke (*1989 in Gießen) studierte an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen, an der UMPRUM – Academy of Arts, Architecture and Design in Prag und der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Nach dem Studium absolvierte sie das postgraduierten Programm Goldrausch Künstlerinnenprojekt 2020.

Ihre transdisziplinäre Praxis umfasst skulpturale Installationen, Fotografie, Text sowie Video und performativen Elemente. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit dem Zusammenhang von Körper, Institution und Affekten. Anhand dieser Verbindung untersucht sie dominante Ordnungsstrukturen und arbeitet an Prozessen, um diese brüchig werden zu lassen. Dabei interessiert sie insbesondere das Potential von Begehren oder Unbehagen, welche als Schwerpunkte ihres subjektiven Archivs dienen. Mit diesem Begriff beschreibt sie Ihre eigene Praxis des Sammelns und Anlegens, die darauf abzielt, anstelle von Klassifizierungen und Kategorisierungen ephemere Formen von Erinnerung und Wissen zu entwickeln.

Julia Lübbecke war von Oktober bis Dezember 2021 Residentin im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum.

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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