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Jan St. Werner

© Elisabetta Porcinai

Jan St. Werner ist ein in Berlin ansässiger Künstler, Musiker und Komponist, der in seinen Arbeiten den Dialog zwischen Klang, Bildender Kunst und Architektur sucht. Seine Werke wurden unter anderem auf der Ural Biennale, der documenta 14, im Lenbachhaus München, im Barbican London, in der DAAD Galerie Berlin, auf der Venedig Biennale, dem MSU Zagreb sowie in der Elbphilharmonie, dem Chicago Symphony Center und auf der Ruhrtriennale präsentiert. 2023 zeigte die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden seine erste Einzelausstellung Space Synthesis. 2024 war er einer von sechs Künstler:innen des Deutschen Pavillons auf der Kunstbiennale von Venedig 2024. Werner hat Gemeinschaftsprojekte wie die Transnational Sound Initiative initiiert und Ausstellungen und Festivals wie The Sound of Distance im HKW Berlin oder docu/fiction in der Kunsthalle Düsseldorf kuratiert. Er ist Mitglied der Musikgruppe Mouse on Mars und arbeitete unter anderem mit Musiker:innen wie  Stereolab, Mark E. Smith, Lee Scratch Perry und mit Markus Popp (Oval) als Microstoria zusammen. Seit 2025 ist er Professor an der Folkwang Universität der Künste.

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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