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Jan Brokof

©Roland Baege

Jan Brokof (1977) wurde in der ehemaligen DDR geboren. Seine frühen Arbeiten sind vom sozialen Umfeld seiner Kindheit mit seinen Plattenbauarchitekturen und den Schornsteinen der örtlichen Erdölraffinerieanlagen geprägt. So rekonstruiert er sein komplettes Kinderzimmer als dreidimensionalen Holzschnitt, einschließlich der Sansevierien auf dem Fensterbrett und Poster von Billy Idol, Baywatch und Madonna an den Wänden. Neben den Holzschnitten entstehen farbenfrohe Zeichnungen, die in plakativem Stil menschliche Interaktionen sowie gesellschaftliche Strukturen thematisieren. Eine vergleichbare Art der Stilisierung offenbart sich auch in den vielfarbigen Collagen, mit denen er sich anschließend befasst. In Berlin lernt er das Theaterkollektiv andcompany&Co. kennen, mit dem er in Brasilien auf Tournee geht. Gemeinsam mit dem flämischen Theaterregisseur und Schriftsteller Joachim Robbrecht gründet Jan Brokof Hans Staden TV als fortlaufendes Videoprojekt. Darin stellen sie die Geschichte des Abenteurers Hans Staden aus dem 16. Jahrhundert im heutigen São Paulo nach und erschaffen dabei eine Außenseiterpersönlichkeit, einen archetypischen Touristen. Dieser findet sich in den unterschiedlichsten surrealen Szenarien wieder, die durch das Aufeinanderprallen der verschiedenartigen Kulturen sowie die Vermischung von Vergangenheit und Gegenwart entstehen.

Xanten

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Xanten von Jul Gordon

Schwarz-weiße Illustration eines Hauses mit Vorgarten in Xanten. Text: „Wir reden hier nicht von Arbeit, wir reden von... Vorgärten.“

© Jul Gordon

Handgezeichnete Illustration eines Hauseingangs mit Palme und Dekorationsfiguren. Text: „Hier steckt sehr viel Arbeit... und sehr sorgfältige Arbeit.“

© Jul Gordon

Zeichnung von zwei Löwenstatuen vor einer Haustür mit Dialog. Text: „Also ich wollt sagen ich stell mir jetzt keinen Wecker oder so.“ – „Warum? Wenn irgendwat ist...?“

© Jul Gordon

Schwarz-weiße Illustration eines Frosches mit Fernglas, sitzend auf einem Tisch vor einer Tür. Text: „Weißt du noch Simex?“

© Jul Gordon

Künstlerische Zeichnung mit fliegenden Vögeln und einer Schleife. Text: „Sie ist ne Katze geworden.“ – „Könnten wir das vielleicht umlenken?“

© Jul Gordon

Handgezeichnete Illustration einer kreativen Vorgartendekoration mit gestapelten Formen. Text: „Sie ist voll der Hammer.“

© Jul Gordon

Minimalistische Zeichnung eines Hauses mit Löwenfigur vor der Tür. Text: „Und mehr in Scheiße verhindern.“

© Jul Gordon

Kritische Illustration einer Plakatwerbung mit „Du gehörst dazu“-Text und Menschenmenge. Text: „Z.B. Faschismus.“

© Jul Gordon

Künstler*in

Open Artsit

Jul Gordon

Jul Gordon lebt in Hamburg und arbeitet als Comiczeichnerin. Neben dem Zeichnen kuratiert sie Ausstellungen und ist als Dozentin an der HAW Hamburg tätig.

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