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Henrik Nieratschker

© Daniel Sadrowski

Henrik Nieratschkers (*1990) künstlerisch-forschende Arbeit setzt sich mit den gesellschaftlichen Implikationen eines Lebens inmitten digitaler Infrastruktur auseinander. In medialen Installationen, Umgebungen und Situationen, sowie analogen und digitalen Publikationsformaten verbindet Henrik Nieratschker ein pragmatisch-methodisches Vorgehen im Design mit freien, forschenden Ansätzen der Kunst. Die Arbeiten bedienen sich an künstlerischen, gestalterischen und technischen Arbeitsweisen (Video, Grafik, Sound, Skulptur, Elektronik, Programmierung, u.v.m.) und provozieren auf diese Art Erkenntnisse, die in anderen Kontexten kaum entstehen können.

Er ist Mitbegründer des Künstler*innenkollektivs und Label Research and Waves, welches seit 2015 Ausstellungen und Veranstaltungen entwickelt und Schallplatten veröffentlicht. Seine Arbeiten wurden u. a. in Ausstellungsprojekten in der GAK Bremen, im Changing Room Berlin, der Arebyte Gallery und dem Victoria and Albert Museum London sowie im 3331 Arts Chiyoda Tokyo gezeigt. 
 

Von Oktober bis Dezember 2022 war Henrik Nieratschker Resident im Programm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets Bochum.

 

Sonne Art Minigolf

Sowatorini Landschaft

Minigolf ist das demokratische Golf: niedrigschwellig, generationsübergreifend und ohne Dresscode. Das Bochumer Künstlerkollektiv Sowatorini Landschaft — bestehend aus Sebastian Sowa (*1981, Bochum) und Gianluca Torini (*1985, Berlin) — nimmt Minigolf als Volkssport ernst und führt es weiter. Ihr tragbarer Parcour Sonne Art Minigolf verwandelt die jeweilige Stadtoberfläche selbst zur Spielbahn: Pflasterfugen, Bordsteinkanten, Gefälle und Platz-Geometrien ersetzen normierte Kunststoffbahnen. Ausgelegt werden gestopfte Stoffwürsten zu einem weichen, provisorischen und ortsspezifischen Spielfeld. Das Tourmobil wird zum Anmeldepoint und Ausleihstation für alles, was es braucht.

Der Titel ist programmatisch doppeldeutig: Sonne Art klingt im Ruhrgebiet wie „so eine Art“ — Ausdruck einer unprätentiösen Offenheit und des sich selber nicht zu wichtig Nehmens, die zum Geist des Kollektivs gehört. Wer den Parcours meistern will, muss die Topografie lesen lernen: Stadtoberflächen, die sonst als bloßes Durchgangsmedium fungieren, werden zum Handlungsraum und Erkenntnisobjekt — eine Form, die an situationistische Stadtaneignung ebenso anschließt wie an partizipative Kunstpraxen, die den Eigensinn des Alltäglichen produktiv machen.

Sowatorini Landschaft bewegt sich seit ihrer Gründung 2016 an der Schnittstelle von Landschaftsarchitektur und Kunst. Diese besondere Positionierung brachte dem Kollektiv 2023 das renommierte Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo ein — als erst viertes Landschaftsarchitekturbüro in der über hundertjährigen Geschichte der Fördereinrichtung. Sonne Art Minigolf bleibt im Kern, was es ist: ein einfaches und schönes Spiel, um etwas von der Stadt und den Mitspieler*innen kennenzulernen.

Künstler*in

Open Artsit
Porträt von SOWATORINI Landschaft

© Alberto Novelli

Sowatorini Landschaft

Sebastian Sowa und Gianluca Torini arbeiten als Sowatorini Landschaft zwischen Garten, Landschaft und Kunst.

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