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Euridice Kala

©Roland Baege

Euridice Getulio Kala ist Künstlerin und lebt Paris. Sie lernte Photographie am Market Photo Workshop in Johannesburg. Zu ihren aktuellsten Performances und Einzelausstellungen zählen Mackandal Turns into a Butterfly: A Love potion (2018), Le Pouvoir de Dedans, La galerie Cac de Noisy-le-Sec (2018), Euridice Kala Shows and Doesn’t Tell, Galerie Saint-Severin (2018), Scores of Labour (Untitled Composition i), Instituto Camoes, Maputo, Mosambik (2018), Mistake! Mistake! said the rooster… and stepped down from the duck, Lumiar Cité, Lissabon (2017), Infecting the City festival, Cape Town (2017) und Co-habitar, Casa da America Latina, Lissabon (2017). Sie war nominiert für den SAM Art Prize (2018) und den Contemporary talent Preis der François Schneider Foundation (2018). Kalas Arbeit wird auf der 4.Triennale Kleinplastik in Fellbach, Deutschland, 2019 zu sehen sein und 2019-2020 hat sie eine Künstlerresidenz bei den Urbanen Künsten Ruhr inne. Außerdem ist sie ist die Initiatorin und Ko-Organisatorin von e.a.s.t. (Ephemeral Archival Station), einem Labor und Plattform für künstlerische Langzeitrechercheprojekte, gegründet 2017.

HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Künstler*in

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler führte sie an zahlreiche Schauspiel- und Opernhäuser.

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