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Enrico Bordieri, Marina Erler und Ana Me Zentgraf

Ana Me Zentgraf (* in Thüringen) ist eine vietnamesisch-deutsche Künstlerin. Sie studierte Kunstgeschichte und Medien- und Kommunikationswissenschaften in Berlin und Leipzig sowie im Masterstudium Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Ihre Praxis verbindet künstlerisches Arbeiten mit Antidiskriminierungsstrategien sowie Fragen nach Zugänglichkeit und Teilhabe. Seit 2019 arbeitet sie in freien Produktionen in den Bereichen Regie, Dramaturgie, Bühnen- und Kostümdesign. Ihr Theatertext Für Papa wurde 2023 am Ost-Passage Theater Leipzig uraufgeführt. Neben ihrer konzeptuell-dramaturgischen Arbeit ist Zentgraf auch performativ tätig.

Marina Erler ist freie Theatermacher*in, Theaterpädagog*in und Regisseur*in aus Leipzig. Marina Erler ist im Vorstand des Ost-Passage Theater und Mitglied mehrerer Kollektive und beschäftigt sich künstlerisch oft mit dem Dialog zwischen Sound, ästhetischer Verschiebung und Bewegung. Mit Anna Zentgraf konzipiert und moderiert Marina Erler die Radiosendung #kulturrelevant des freien Leipziger Radiosenders Radio Blau.

Enrico Bordieri studierte Romanistik und Philosophie in Rom, Edinburgh und Berlin, sowie Dramaturgie an der HMT Leipzig. Fokus seiner Praxis ist die Stückentwicklung und Performance-Forschung und das Verfassen gattungsübergreifender Texte. Dabei sind soziale und sprachliche Ungerechtigkeit, Migrationsserbe sowie Rituale und Formen kollektiver Widerständigkeit häufig die Themen seiner Forschung.
Enrico Bordieri arbeitete in der Forschungsgruppe „FOR 2305 – Diskursivierungen von Neuem“ an der Freien Universität Berlin und an verschiedenen Theatern, darunter dem Maxim Gorki Theater und dem Thalia Theater Hamburg.

Projekte

HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Künstler*in

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler führte sie an zahlreiche Schauspiel- und Opernhäuser.

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