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Borjana Ventzislavova

Die bulgarische Künstlerin Borjana Ventzislavova sitzt in einer bunten Hängematte in ihrem Atelier.Sie arbeitet mit Video, Film, Fotografie, Installationen und zeigt ihre Arbeiten oft im öffentlichen Raum.

© Mladen Penev

Die in Sofia (Bulgarien) geborene und in Wien lebende Künstlerin Borjana Ventzislavova arbeitet mit Video, Film, Fotografie, Installationen und zeigt ihre Arbeiten oft im öffentlichen Raum. In ihrer Praxis verwischt sie häufig die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion und erforscht die Verbindung zwischen persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Themen. Borjana Ventzislavovas Arbeiten wurden international im Kunstforum Wien, in der Nationalgalerie Sofia oder im ICA London und auf Festivals wie der transmediale in Berlin präsentiert. Die Künstlerin erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Förderpreis der Stadt Wien 2017, und nahm an Residenzen in London, Rom, Los Angeles und New York teil. Ihre Arbeiten sind unter anderem in den Sammlungen des Belvedere 21 oder des Wiener Museums MUSA vertreten.

HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Künstler*in

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler führte sie an zahlreiche Schauspiel- und Opernhäuser.

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