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Ana Alenso

©Roland Baege

Den künstlerischen Arbeiten von Ana Alenso gehen intensive Recherchen voraus. Thematisch befasst sie sich mit der globalen Abhängigkeit von Ressourcen und der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ausbeutung, die damit einhergeht. Wissenschaftliche Studien und Berichte dienen ihr ebenso als Grundlage wie der Austausch mit Umweltaktivist*innen. In ihren Projekten beschäftigt sich die in Venezuela aufgewachsene Künstlerin zumeist mit konkreten Fallbeispielen, wie der internationalen Erdöl-Wirtschaft oder dem Goldabbau in Lateinamerika und den Folgen der Förderung für die Natur und die Menschen vor Ort.

Ana Alensos Installationen sind aus Gerüstelementen, Schläuchen, Rohren und Fässern zusammengesetzt – oft handelt es sich um gefundene Gegenstände von Schrottplätzen. Sie muten in ihrem temporären, improvisierten Aufbau teils selbst wie Behelfskonstruktionen aus dem Bergbau an, wie sie in illegalen Minen zu finden sind.

Für das Ruhr Ding: Klima realisierte Ana Alenso eine neue Installation mit dem Titel Die Mine gibt, die Mine nimmt im Alten Wartesaal des Herner Bahnhofs. Begleitend konzipierte sie ein halbtägiges Symposium, das auf Inhalte ihrer Recherche Bezug nahm.

Ana Alenso (*1982) lebt in Berlin. Sie war im Jahrgang 2019/2020 Residenzkünstlerin bei Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr.

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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