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Alina Schmuch

© Daniel Sadrowski

Ausgehend von der Fotografie und ihrer Erweiterung im Medium Film entwickelt Alina Schmuch (*1987) Künstlerbücher und Videoinstallationen. Dabei wirft sie die Frage auf, welchen Einfluss die Kamera auf die Realität nimmt und welche Realitäten durch sie sichtbar werden. Fotografie und Film fungieren bei ihr als investigatives Medium, das ästhetische Untersuchungen von visuellen und verbalen Strukturen ermöglicht. In ihrem Künstlerbuch Script of Demolition (Spector Books, Leipzig 2014) beispielsweise präsentiert und arrangiert sie das Fotoarchiv der Sprengmeisterfamilie Fink, die jede der von ihnen in den letzten 60 Jahren ausgeführten Sprengungen minutiös dokumentiert hat. Die Sprengmeister benutzen die Kamera wie einen Messapparat, um den Prozess und das Ergebnis genau studieren zu können. In ihrem aktuellen Projekt arbeitet sie mit Bildern von den netzartigen Wasserinfrastrukturen im Ruhrgebiet.

Von Januar bis März 2022 war Alina Schmuch Residentin in dem Programm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr in Essen.

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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