Jump to main content (press Enter)Jump to the footer (press Enter)

Breadcrumbs

  1. Home
  2. Zu Gast
  3. Current
CurrentPast 

Zu Gast

The Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr programme is aimed at artists interested in a contemporary perspective on the Ruhr area and its themes. It is realized in cooperation with local partners since 2019.

For the year 2026, Urbane Künste Ruhr is awarding three three-month research residencies at the House for the History of the Ruhr (Haus der Geschichte des Ruhrgebiets) together with the History of the Ruhr Foundation Bochum. Through the affiliation with the foundation and a workspace at the House for the History of the Ruhr, including access to the library and archive, the residency enables an intensive engagement with the region. During the research phase, residents are invited to develop a project idea in close exchange with the local curatorial team. Depending on its suitability, the project may become part of a curated public programme in Duisburg in 2027.

Open "Zu Gast Jahrgang 2026"

© Daniel Sadrowski

Zu Gast Jahrgang 2026

Zu Gast

Together with the History of the Ruhr Foundation (Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets), Urbane Künste Ruhr is awarding three research residencies in Bochum for the year 2026.

floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Artist

Open Artsit

Cem A.

Cem A. is an artist with a background in anthropology. He is known for running the art meme page @freeze_magazine and for his site-specific installations. 

View