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Opening Uncanny Shifts

© Heinrich Holtgreve

22.8.26, 15 h

Address

Ev. Stadtkirche Sankt Petri
Westenhellweg / Petrikirchhof 1
44137 Dortmund

Accessibility

The exhibition Uncanny Shifts uses artistic means to address some ecological, social, and political interactions of our time. At various locations around Dortmund's main railway station, sculptural, installation and performative works interact with their surroundings. They encounter a complex present with new inventions, curiosity, prudence, beauty and melancholic analyses. 

The official opening will take place on Saturday, 22.8. at 15 h in front of the Ev. Stadtkirche Sankt Petri. Speakers: Christel Schürrmann (Management Ev.
Stadtkirche Sankt Petri), Britta Gövert (Mayor of the City of Dortmund), Ivo Van Hove (Artistic Director of Ruhrtriennale) and Britta Peters (Artistic Director of Urbane Künste Ruhr).

The exhibition is open from 11 h.

Exhibition

  • Open Event

    © Heinrich Holtgreve

    Sa., 22.8. – So., 4.10.26View

    Uncanny Shifts

floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Artist

Open Artsit

Cem A.

Cem A. is an artist with a background in anthropology. He is known for running the art meme page @freeze_magazine and for his site-specific installations. 

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