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Viron Erol Vert

©Roland Baege

In his artistic practice, Viron Erol Vert probes and analyses – against the background of his own intercultural experiences – identity constructs and different aspects and perspectives related to the self and the other. His works are shaped by the state and atmosphere of an in-between existence, with the artist weaving various cultures, materials, languages, forms of expression, and life views into a hybrid, complementary identity.

For Ruhr Ding: Schlaf, Viron Erol Vert is transforming a vacant kiosk into a sculpture resembling a mobile by expanding the original architecture through modules, and by creating, through forms, colours, textures, and reflections, a place for encounter, daydreams, and ephemeral moments between everyday life and imagination. In terms of both content and form, he is alluding to the original function and etymology of the kiosk, a word originating from the Persian kūšk (pavilion, garden house) which ultimately made its way into modern Turkish as köşk.

From July to December 2021, he was a resident artist in Mülheim at Makroscope – Zentrum für Kunst und Technik (Centre for Art and Technology) in the scope of Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr.

floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Artist

Open Artsit

Cem A.

Cem A. is an artist with a background in anthropology. He is known for running the art meme page @freeze_magazine and for his site-specific installations. 

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