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Vanessa Nica Mueller

©Roland Baege

Vanessa Nica Mueller is an independent filmmaker and visual artist. Her films and artwork combine a documentary approach with a specific poetic visual language. She is focused on aspects of memory, the relation of human, nature and urban space, the uncanny and the construction of conditions. In her artistic research about fragile ecosystems the corelation between inner and outer climate changes forms a hybrid approach of essayistic cinematique language.

Her last short films Traces of an Elephant (2011), Half the Night (2012) and PLATEAU (2016) were shown at international film festivals and in the context of art exhibitions. Besides realizing her own films, she also works as academic lecturer in the field of film education and curates film screenings or artist talks.

From April—June 2021, Vanessa Nica Mueller was a resident at the Halfmannshof in Gelsenkirchen.

Choir of Missed Connections

Aram Bartholl

A man looks at a futuristic lamp with integrated surveillance cameras.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Wir stehen unter einem Kronleuchter, der statt Kerzen fünf 360°-Kameras in Glühbirnenform trägt. Diese suchen pausenlos nach einer Internetverbindung, aus der Audioschleife von Verbindungsaufbau und Reset – „Entering peering mode“ und „Power on!" – wird ein Chor aus Fehlermeldungen, der uns im Grand Snail Tour Trailer umgibt.

Aram Bartholl – Medienkünstler, Aktivist und Professor – stellt seit Dekaden unser Medienverhalten und die Ökonomien sozialer Netzwerke zur Diskussion. Im heutigen Internet sieht er die zentralen Probleme im Rückzug in private und kommerzielle Nutzung, in Überwachung, Manipulation und den endlosen Datenfluten. Dabei ist Kontrolle durch Licht kein neues Phänomen: Straßenbeleuchtung dienten nicht zuletzt dazu, Sichtbarkeit im öffentlichen Raum herzustellen, um längere Arbeitszeiten zu ermöglichen, Bewegungen zu erfassen, Menschen zu kontrollieren. Geprägt von seiner Nähe zum Chaos Computer Club, überführt Bartholl Lücken und Absurditäten des digitalen Alltags in Objekte und Interventionen. Mit Dead Drops (seit 2010) zementierte er USB-Sticks in Mauerwerke – Speicher für einen anonyme Datenaustausch ohne Cloud, ohne Algorithmus, ohne Konzern. Für Skulptur Projekte Münster entwickelte Bartholl 2017 thermoelektrische Installationen an historischen Orten der Stadt, die das Feuer als ursprüngliches Kommunikationsmedium in Energie umwandelten: Ein ofenbeheizter Offline-Router am Fernmeldeturm, lagerfeuergespeiste Ladestationen für Mobiltelefone am Pumpenhaus – und einen Kronleuchter aus teelichtbetriebenen LED-Lampen in der Schlossunterführung. 

Choir of Missed Connections zieht nun als Soundskulptur durch abgelegene Kleinstädte, sucht Verbindungen – und wird im kommunikativen Sinne vielleicht auf unerwartete Weise fündig.

Artist

Open Artsit

©Friso Gentsch

Aram Bartholl

In his sculptural works and workshops, Aram Bartholl explores digital media, surveillance and platform capitalism in public space.

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