Jump to main content (press Enter)Jump to the footer (press Enter)

Breadcrumbs

  1. Home
  2. Artists
  3. Profile

Uli Golub

Portrait of artist Uli Golub, whose work explores migration and identity, wearing a dark shirt against a light background.

© Uli Golub

Uli Golub (*1990 in Kharkiv, Ukraine) lives and works in Oakland, California. She was born in Kharkiv, Ukraine, where she studied philology at the V. N. Karazin Kharkiv National University. In 2016, she completed her studies at the Rodchenko School of Photography and Multimedia in Moscow under the mentorship of artist Sergey Bratkov. Her artistic practice includes video, installation, performance, photography and mixed-media collages. Storytelling forms the basis of her work. Fascinated by speculative fiction, cosmism and futurism, the artist is interested in constructing narratives that inspire viewers to dream of possible new realities, relationships and the deconstruction of power dynamics. 
Uli Golub shows her work in exhibitions and screenings, including at the Folkwang Museum in Essen. In 2020, Uli Golub won the second special prize of the Pinchuk Art Center Prize and received the Emergency Grant from the Foundation For Contemporary Arts in Ukraine.

floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Artist

Open Artsit

Cem A.

Cem A. is an artist with a background in anthropology. He is known for running the art meme page @freeze_magazine and for his site-specific installations. 

View