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Safiya Yon

Safiya Yon ist Textilkünstlerin, systemische Beraterin mit Fokus Mental Health für Communities des globalen Südens, sowie systemische Supervisorin in Qualifizierung.
Durch die Verbindung von narrativer Therapie und Ritual lädt Yons Praxis Betrachterinnen und Klientinnen in einen Zustand verkörperter Befreiung ein. Ihre Arbeit ist ein Versuch Fürsorgepraktiken von Ahninnen zu ehren und wiederzubeleben, sowie zu matriarchalen panafrikanischen Zukunftsentwürfen hin zu imaginieren.
2025 war Yon Fellow an der Akademie der Künste Berlin, Artist-in-Residence bei Oyoun und SWANA Healing in Marrakesch und wurde für das Studienprogramm Future Ancestry an der Universität Kopenhagen auserwählt. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Filmhaus Köln, E-WERK Luckenwalde, im Haus der Kulturen der Welt & in der TWM Bibliothek, Mouche Volantes Gallerie und beim F2 Fotofestival gezeigt. Darüber hinaus leitete Yon Community-Care-Spaces und Retreats für die Folkwang Universität der Künste, die Bundeszentrale für politische Bildung, Schauspielhaus Dortmund und mehr. Nach ihrem Masterabschluss in Intermedia und Artistic Research war sie von 2017-2019 Co-Dozentin am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln. Safiya wurde nach ihrer mütterlichen Urgroßmutter benannt — einer Matriarchin, die ihr Wohnzimmer in einen Ort gemeinschaftlicher Fürsorge verwandelte.

7000 Palmen

Cosima von Bonin

© Daniel Sadrowski 

Die Palme ist Siegeszeichen und Strandbar-Logo, zentrales Motiv in der Bibel sowie der Urlaubswerbung, Wappenpflanze unzähliger Nationalflaggen und vielseitig genutzter/vielfach verschickter Emoji. Cosima von Bonin arbeitet mit dem populären Symbol als stilisierte Konturform. Sie nimmt dabei offensichtlich Bezug auf Beuys soziale Plastik 7000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung, für die er 1982 für die documenta 7 auf dem Vorplatz des Fridericianum in Kassel 7000 Basaltstelen aufschüttete, die mit jeder in der Stadt neu gepflanzten Eiche abgetragen wurden: Je mehr Bäume in Kassel gepflanzt wurden, desto kleiner wurde die Plastik. Noch heute sind die „Beuys-Eichen“ durch die jeweils daneben eingelassenen Stelen gut zu erkennen.  

Die Künstlerin vervielfältigte die Pflanze 7000-fach als luftige Girlande in grün und weiß. Die Besitzer*innen der kostenlosen Edition – ob Museum, Schule oder Sportverein – können damit öffentliche Räume markieren. Die Methode der Vereinfachung ist uns auch aus anderen künstlerischen Arbeiten von Bonins bekannt: Sie fragmentiert, abstrahiert und erzeugt damit eine Anziehungskraft zwischen Wiedererkennung und Verfremdung. Generell ist Textil ein zentrales Material, beispielweise als collagierte Stoffbilder, übergroße Kleidungsstücke, Wandteppiche oder Skulpturen, die nach dem Vorbild bekannter Comicfiguren entstehen, oder Plüschtiere abbilden. 

Von Bonin wurde international und mit Einzelausstellungen im Museum Ludwig Köln, im MUMOK Wien, im SculptureCenter New York und zuletzt im Mudam Luxemburg gewürdigt und nahm 2007 an der documenta 12 sowie 2022 an der Biennale di Venezia teil. Als fester Bestandteil der Sammlung betont 7000 Palmen den öffentlichen Charakter der Grand Snail Trailer und schmückt den Trailer als willkommen heißenden Ort zwischen Marktstand, Vereinsheim und Kunstprojekt. 

Artist

Open Artsit

© Simone Junker

Cosima von Bonin

Cosima von Bonin is one of the most influential artists of her generation. She participated in documenta 12 in 2007 and the Venice Biennale in 2022.

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