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Philipp Modersohn

©Daniel Sadrowski

Philipp Modersohn's sculptures, animated films, and interdisciplinary projects highlight the vibrancy of things and matter. By confronting these with man-made structures and systems of social organization, he questions the division between biology and geology, life and non-life, and the resulting hierarchy of forms of existence. The non-human actors appear as alien and emancipated: In the video work a reporting rock, a stone has to respond to questions from an immigration officer; in Stone Trek, drill cores develop a life of their own at daylight; and in the fountain-like Autonomous Algae Plant, microalgae are brought into negotiations about their harmful bloom. In the short film Convict Concrete (work-in-progress, with Kasia Fudakowski), concrete is sued within a fictional courtroom drama.

After studying art at UdK Berlin and Columbia University New York, Philipp Modersohn currently lives and works in Berlin. He had solo exhibitions at Oldenburger Kunstverein (cement & weather, 2016) and Galerie Guido W. Baudach in Berlin (e.g., attitudes of heat, 2020), among others. Participation in group shows, including ones at Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Kunstverein Göttingen, Stiftung Planetarium Berlin, and, upcoming in the summer of 2022, at Lantz'scher Skulpturenpark Düsseldorf. 

floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Artist

Open Artsit

Cem A.

Cem A. is an artist with a background in anthropology. He is known for running the art meme page @freeze_magazine and for his site-specific installations. 

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