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Paula Erstmann

The artist Paula Erstmann works primarily with food as an artistic medium. Her performances, menus and food installations explore the social contexts of the food she uses and are artistic research projects that straddle the boundary between art and everyday life. The culinary work of the Berlin-based artist opens up both sensual and social spaces. With her work and the idea of communal dining, she aims to break down barriers and create space for dialogue. Paula Erstmann is a food poet and social activist. What stories does what we eat tell us? The crockery, the textiles, the table we dine at? What collective memories does food evoke in us? Since 2019, Paula Erstmann has been active in the Feuer & Flamme alliance, an initiative on the Dragonerareal Berlin with a communal kitchen, a collective oven and an open ceramics studio. She is a member of Urbane Praxis Berlin e.V. and is active in various locations in Berlin, where she initiates participatory formats with a wide variety of culinary interventions (including at the Floating University, S27 - Stadtwerk Mrzn, Mondiale, Zusammen Zimmern Festival, Blue:boks Kitas, Haus der Statistik, nGBK Hellersdorf, Lobby am Mehringplatz).

floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Artist

Open Artsit

Cem A.

Cem A. is an artist with a background in anthropology. He is known for running the art meme page @freeze_magazine and for his site-specific installations. 

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