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Nadja Abt

©Daniel Sadrowski

Nadja Abt (b. Vladimirovich) is an artist and writer, living between Berlin and Lisbon. Abt studied Literature and Art History at Freie Universität Berlin as well as Fine Arts at Universität der Künste Berlin and the Universidad Torcuato di Tella in Buenos Aires. From 2015 till 2018 she lived in São Paulo, Brazil. In her performances, videos and paintings, she constructs feminist narratives that reference the world of literature and film. 
 

She is part of the artist collective Michelle Volta. Recent exhibitions and performances took place at Kunsthalle Freeport, Porto (Solo Show, 2021); at Galeria Diferença, Lisbon (Solo Show, 2021); at Galerie Kirchgasse, Steckborn (2021), HUA International, Beijing (2021); Bärenzwinger, Berlin (2021); KW-Institute for Contemporary Art, Berlin (2021); Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2019); Casa Triângulo, São Paulo (2018) and at Pivô, São Paulo (2017).

From April to June 2022, Nadja Abt is a resident artist in the programme Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr in Essen.

Choir of Missed Connections

Aram Bartholl

A man looks at a futuristic lamp with integrated surveillance cameras.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Wir stehen unter einem Kronleuchter, der statt Kerzen fünf 360°-Kameras in Glühbirnenform trägt. Diese suchen pausenlos nach einer Internetverbindung, aus der Audioschleife von Verbindungsaufbau und Reset – „Entering peering mode“ und „Power on!" – wird ein Chor aus Fehlermeldungen, der uns im Grand Snail Tour Trailer umgibt.

Aram Bartholl – Medienkünstler, Aktivist und Professor – stellt seit Dekaden unser Medienverhalten und die Ökonomien sozialer Netzwerke zur Diskussion. Im heutigen Internet sieht er die zentralen Probleme im Rückzug in private und kommerzielle Nutzung, in Überwachung, Manipulation und den endlosen Datenfluten. Dabei ist Kontrolle durch Licht kein neues Phänomen: Straßenbeleuchtung dienten nicht zuletzt dazu, Sichtbarkeit im öffentlichen Raum herzustellen, um längere Arbeitszeiten zu ermöglichen, Bewegungen zu erfassen, Menschen zu kontrollieren. Geprägt von seiner Nähe zum Chaos Computer Club, überführt Bartholl Lücken und Absurditäten des digitalen Alltags in Objekte und Interventionen. Mit Dead Drops (seit 2010) zementierte er USB-Sticks in Mauerwerke – Speicher für einen anonyme Datenaustausch ohne Cloud, ohne Algorithmus, ohne Konzern. Für Skulptur Projekte Münster entwickelte Bartholl 2017 thermoelektrische Installationen an historischen Orten der Stadt, die das Feuer als ursprüngliches Kommunikationsmedium in Energie umwandelten: Ein ofenbeheizter Offline-Router am Fernmeldeturm, lagerfeuergespeiste Ladestationen für Mobiltelefone am Pumpenhaus – und einen Kronleuchter aus teelichtbetriebenen LED-Lampen in der Schlossunterführung. 

Choir of Missed Connections zieht nun als Soundskulptur durch abgelegene Kleinstädte, sucht Verbindungen – und wird im kommunikativen Sinne vielleicht auf unerwartete Weise fündig.

Artist

Open Artsit

©Friso Gentsch

Aram Bartholl

In his sculptural works and workshops, Aram Bartholl explores digital media, surveillance and platform capitalism in public space.

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