Jump to main content (press Enter)Jump to the footer (press Enter)

Breadcrumbs

  1. Home
  2. Artists
  3. Profile

Anna Viebrock

© Lisa Rastl

Anna Viebrock studied stage design at the Düsseldorf Art Academy. Her collaboration with Christoph Marthaler took her to numerous theatres and opera houses, including Theater Basel, Volksbühne Berlin, Schauspielhaus Hamburg, Oper Frankfurt, Opéra de Paris and Schauspielhaus Zürich, where she was a member of the management team until summer 2004. Exhibitions of her stage design models have been shown in Rotterdam, Prague, Frankfurt am Main, Madrid, Brussels, Ghent, Avignon, Helsinki, Basel and Giessen; in 2017, the exhibition The Boat is Leaking, The Captain Lied. at the Fondazione Prada in Venice with Alexander Kluge, Thomas Demand and curator Udo Kittelmann, and in 2024 the installation at the Skulpturenhalle Neuss HEUTE DEMNÄCHST ENDE.

Anna Viebrock was a professor at the Academy of Fine Arts Vienna until 2021. She has been awarded the title of ‘Stage Designer of the Year’ and ‘Costume Designer of the Year’ a total of 17 times. She has also been working as a director since 2002. She has staged musical theatre productions at the Hanover State Opera and the Opéra Bastille in Paris, among others, and plays at the Hebbel Theater Berlin, Schauspielhaus Zürich and Schauspiel Köln, among others.

floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Artist

Open Artsit

Cem A.

Cem A. is an artist with a background in anthropology. He is known for running the art meme page @freeze_magazine and for his site-specific installations. 

View