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Ruhr Ding: Klima

© Heinrich Holtgreve

8.5. – 27.6.21

Mit dem Ruhr Ding: Klima zeigt Urbane Künste Ruhr vom 8. Mai bis 27. Juni 2021 in den Städten Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen und Haltern am See 22 Kunstprojekte im öffentlichen Raum. 

Die von Britta Peters konzipierte Ausstellung richtet den Blick auf die globale Erwärmung ebenso wie auf das soziale Klima, das diese Situation begleitet. Die künstlerischen Arbeiten reichen von Videoinstallationen, Audiowalks und Performances bis hin zu künstlichen botanischen Landschaften und schwimmenden Pavillons und fügen dem gegenwärtigen Klima-Diskurs weitere historische, fantastische und futuristische Dimensionen hinzu. Die Kunst fungiert dabei nicht zuletzt als Wahrnehmungsverstärker für die Besonderheiten des Ruhrgebiets: Die Wahl der Ausstellungsorte reicht von der ehemaligen Zeche General Blumenthal in Recklinghausen bis in die Untiefen des Silbersees II in Haltern.

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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