Vermessung des Körpers

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Der Wandersalon #32 Vermessung des Körpers ist Teil der Reihe Ermüdung und Versorgung, einer Kooperation von Urbane Künste Ruhr und dem Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr Universität Bochum. In dieser richten wir den Blick auf Themen rund um die Begriffe Schlaf und Infrastruktur. Im Zentrum stehen wissenschaftliche wie künstlerische Perspektiven auf Körper und Zeit sowie auf die Wechselbeziehungen zwischen sichtbaren und unsichtbaren Infrastrukturen.


Adresse

Waschkaue, Industriedenkmal Kokerei Hansa
Emscherallee 11
44369 Dortmund

Termine


  • Donnerstag
    19 Uhr
    Dortmund
    Wandersalon
    19.5.

    Vermessung des Körpers

  • Das Zeitalter des Datensammelns durch Schlaf-, Schritt- oder Zyklus-Apps bringt eine Infrastruktur der Erfassung unserer körperlichen Aktivitäten hervor, stets im Zeichen von Selbstregulation und Optimierung der Leistungsfähigkeit. Auch um Roboter und Menschen ideal zusammenarbeiten zu lassen, muss der Mensch vermessen werden. Diese Vermessungen des Körpers sind von impliziten Vorannahmen geprägt, die gender, Leistungsfähigkeit und Gesundheit betreffen. Zugleich eröffnen die Interaktionen von Mensch und Maschine neue Möglichkeiten, indem sie die Annahme „natürlicher“ Körper in Frage stellen. Wo aber liegen heute ihre Grenzen?

    Die Veranstaltung thematisiert nicht nur, wie intelligente Maschinen unseren Körper ergänzen und formen, sondern blickt auch auf künstlerische Reflexionen der Vermessung des Körpers. Unter anderem gemeinsam mit dem Künstler Yuri Pattison sowie der Künstlerin Alexandra Pirici, die im Rahmen des Ruhr Ding: Territorien 2019 in der Waschkaue der Kokerei Hansa ein Hologramm mit einer menschlichen Performerin interagieren ließ, diskutieren wir, welche infrastrukturellen Voraussetzungen das Verhältnis von Mensch und Maschine prägen und wie sich diese hybride Beziehung auf das Verständnis unseres Körpers und das gesellschaftliche Miteinander auswirkt.

    Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der jeweils aktuell geltenden Corona-Bestimmungen statt.

    AP portrait Credit Andrei Dinu Künstler*in ©

    Alexandra Pirici

    Innerhalb mehrstündiger performativer Aktionen verbindet Alexandra Pirici zeitgenössischen Tanz mit Sprache und Raum.