Thomas Taube

Thomas Taube (*1984) löst in seinen Arbeiten das Medium Film von seinen linearen und stringenten Erzählstrukturen. Mit mehrkanaligen Installationen, assoziativen, reflektierenden und surrealen Sequenzen arbeitet Taube gegen konventionelle kinematografische Codes. Indem er die Unmittelbarkeit des Mediums durch epische Elemente und diskontinuierliche Montage abschafft, zielen seine Arbeiten auf eine Unterscheidung zwischen Sehen, Beobachten, Erleben und Reflektieren.

Thomas Taube studierte an der Hochschule für Gestaltung und Buchkunst Leipzig bei Clemens von Wedemeyer und Candice Breitz.

Seine Arbeiten wurden in Institutionen wie dem Museum der bildenden Künste Leipzig oder der G2 Kunsthalle, in Galerien und Festivals, wie im Deutschen Wettbewerb der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und bei Les Rencontres Internationales Paris/Berlin gezeigt.

Er gewann den Preis der Leipziger Jahresausstellung 2015, den Marion Ermer Preis 2016 und erhielt verschiedene Stipendien wie das Aufenthaltsstipendium der KDFS am ISCP New York. Seine Arbeiten sind in verschiedenen Sammlungen zu finden, darunter die Staatliche Kunstsammlung Dresden. Er publizierte Das Surren der Bildmaschine 2015 bei Spector Books. Für das Staatstheater Stuttgart konzipierte er und führte Regie bei dem 16-teiligen Videowalk Un/True. Momentan arbeitet Taube unter anderem an einem 12-Teiligen Filmprojekt, in dem es um Gefolgschaft, Partizipation und den Begriff des freien Willens geht.

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