Henrike Naumann

In ihrer Arbeit reflektiert Henrike Naumann die Geschichte rechtsextremer Gewalt in Deutschland und die Ursachen rassistischer Vorurteile. Naumann interessiert sich für die Mechanismen von Radikalisierung und die Frage, wie diese mit persönlicher Erfahrung und Jugend verknüpft sind. Besonderen Fokus legt sie auf das Spannungsfeld zwischen politischer Meinungsbildung und Alltagsästhetik. In ihren Installationen schafft sie szenografische Räume, oft in Verbindung mit Video und Sound. Durch die Inszenierung einer privaten Umgebung erzeugen sie auf subtile Art eine nicht selten beklemmende Stimmung in Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Für das Ruhr Ding entwickelt die Künstlerin eine begehbare Rauminstallation, welche Umsturzphantasien als inhaltlichen Ausgangspunkt nimmt. Die Arbeit wird durch die Kunststiftung NRW gefördert. Henrike Naumann [geb. 1984] lebt in Berlin.

Henrike Naumann Caroline Seidel
UKR Wandersalon Dortmund c Caroline Seidel 13032018 41 Wandersalon ©

Henrike Naumann

Bei der ersten Ausgabe der neuen Veranstaltungsreihe Wandersalon sprach Henrike Naumann im Dortmunder Theater im Depot über ihre bisherigen künstlerischen Arbeiten.

Ruhr Ding Henrike Naumann 6712 Projekt ©

Tag X

In postmoderner Ladeneinrichtung finden sich u. a. Design-Zitronenpressen als Waffen zur Selbstverteidigung. Symbole bürgerlichen Wohlstands und wirtschaftlicher Sicherheit werden zur Kampfausrüstung.