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URBANE KÜNSTE RUHR SUCHT VERSTÄRKUNG

Gesucht wird:

ein*e Pressereferent*in
Beginn zum 01.08.2018 bis 01.08.2019, Vollzeit mit Option auf Verlängerung
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ein*e Projektmanager*in
Ab 1. August 2018 bis 1. August 2019 Vollzeit mit Option auf Verlängerung
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W A N D E R S A L O N  #3

MIT ORSOLYA KALÁSZ & ANDY VAZUL

 
 

27.05.2018, 19:00 Uhr

Le Chat Noir, Brigittastr. 22, 45130 Essen
 

Im dritten Wandersalon von Urbane Künste Ruhr wagen wir uns an ein experimentelles Format: Die Lyrikerin Orsolya Kalász und der Musiker Andy Vazul laden am 27.05.2018 um 19:00 Uhr zu einer Konzert-Lesung ins Weinlokal Le Chat Noir nach Essen ein.

Für Orsolya Kalász ist die Auseinandersetzung mit Sprache und wie sie persönliche Identität bestimmt, ein zentrales Thema. Ihre assoziationsreichen Gedichte schreibt sie auf Deutsch und Ungarisch — eine Sprache, die nur sehr wenige Menschen auf der Welt beherrschen — und überträgt diese dann selbst in die jeweils andere Sprache, woraus oftmals poetische Variationen entstehen. Beide Sprachen stehen so gleichberechtigt nebeneinander, statt nur Übersetzung der anderen zu sein. In Essen präsentiert Kalász ihre Gedichte im Dialog mit der experimentellen Musik von Andy Vazul.  Das künstlerische Format bietet einen spannenden Zugang zur Thematik des Verhältnisses von Identität und Territorien, mit der sich Urbane Künste Ruhr in Vorbereitung auf das Ruhr Ding beschäftigt.

Orsolya Kalász wurde 1964 in Dunaújváros (Ungarn) geboren und studierte an der Universität Eötvös Lórand in Budapest. Sie arbeitet als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin. Bereits als Kind verbrachte sie einige Jahre mit ihrer Familie in Deutschland, wodurch Deutsch zu ihrer Zweitsprache wurde. Kalász übersetzt ungarische Gegenwartsliteratur mit Schwerpunkt Lyrik ins Deutsche. Seit 1997 veröffentlichte sie verschiedene eigene Gedichtbände. Ihr aktuelles Buch „Das Eine“ wurde 2017 von der Jury des Peter-Huchel-Preises als „herausragende Neuerscheinung 2016“ ausgezeichnet.

Andy Vazul ist experimenteller Musiker und Komponist. Für sein Mundharmonika-Spiel gewann er mehrere Preise. Er arbeitete zusammen mit Rock- und Jazzgrößen wie Andy Newmark und Jean Paul Bourelly. Vazul spielt außerdem Flöte, Santur, Maultrommel, sowie selbst gebaute Instrumente, deren Klang er teils elektronisch verfremdet.

Die Veranstaltungsreihe Wandersalon findet in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten statt. Künstler*innen und -gruppen, die sich aktuell mit Urbane Künste Ruhr im Austausch befinden, stellen in diesem Rahmen ihre Projekte vor. Eingeladen werden aber auch andere Spezialist*innen, Wissenschaftler*innen und Theoretiker*innen, die Interessantes zu berichten haben, und deren Poesie, Ideen und kritische Überlegungen sich für eine öffentliche Diskussion eignen.

 
 
 
 

Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr
 

Urbane Künste Ruhr lädt zehn internationale Künstler*innen
für das neue Residenzprogramm ein

 

Unter der künstlerischen Leitung von Britta Peters initiiert Urbane Künste Ruhr ein neues Residenzprogramm für (jährlich zehn) internationale Künstler*innen im Ruhrgebiet. Die drei- und zwölfmonatigen Aufenthalte unter dem Titel Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr werden projektunabhängig vergeben und ermöglichen es Künstler*innen in der Region zu leben und zu arbeiten. Alle Kandidat*innen für das dezentrale Residenzprogramm wurden über ein Vorschlagsverfahren ermittelt. Die fünfköpfige Jury, bestehend aus Eva Birkenstock (Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen), Reinhard Buskies (Sprechergruppe KunstVereineRuhr), Matthias Frense (Ringlokschuppen Ruhr), Aernout Mik (Künstler) und Britta Peters (Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr), entschied nun, welche zehn Künstler*innen eingeladen werden. In den Fokus rückten Künstler*innen, die sich in ihrer Arbeit mit dem Verhältnis von Identität und territorialen Zuschreibungen auseinandersetzen. Mit diesen Themen wird sich Urbane Künste Ruhr bis Mitte 2019 in vielfältigen Formaten befassen. Das Residenzprogramm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr schließt sich inhaltlich an das Ausstellungsprojekt Ruhr Ding an, das im Frühjahr 2019 über einen Zeitraum von acht Wochen stattfinden wird.

Die zwölfmonatigen Residenzen wurden an die Künstler Wasim Ghrioui (Syrien) und Mohamed Altoum (Sudan) vergeben. Diese Residenzen sind verknüpft mit der Silent University Ruhr, einem mehrsprachigen Netzwerk aus geflüchteten Akademiker*innen, dessen Träger der Ringlokschuppen Ruhr ist. Die Aktiven vor Ort arbeiten seit mittlerweile drei Jahren daran, das Wissen Geflüchteter in der Region hörbar zu machen. Der Arbeitsmittelpunkt dieser Residenzen liegt in Mülheim an der Ruhr.

Die dreimonatigen Aufenthalte sind angebunden an die KunstVereineRuhr, die Erfahrungen aus vielfältigen Residenzprogrammen schöpfen und mit insgesamt 16 über das ganze Ruhrgebiet verteilten Häusern ideale Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Zu Gast sind Stacey Gillian Abe (Uganda), Céline Berger (Frankreich), Jan Brokof (Deutschland), Achim Lengerer (Deutschland), Viola Relle und Raphael Weilguni (Ungarn/Deutschland), Matshelane Xhakaza (Südafrika), Paul Wiersbinski (Deutschland) und Kathrin Winkler (Deutschland).

Den Stipendiat*innen wird sowohl eine Unterkunft und gegebenenfalls einen Arbeitsraum in einer der zentral gelegenen Städte der Region als auch Lebenshaltungs- und Materialkosten zur Verfügung gestellt. Über die Betreuung durch Mentor*innen hinaus bietet die Institution allen Künstler*innen während ihres Aufenthalts ein individuell abgestimmtes Programm an. Dem eigenen Selbstverständnis folgend, initiiert Urbane Künste Ruhr damit einen überregionalen und internationalen Austausch im Netzwerk.

SAVE THE DATE

Peggy Buth

Vom Nutzen der Angst –
The Politics of Selection

 
 
 
 
 
 
 
 

11. August bis 23. September 2018

 

Eröffnung: 10.08.2018, 17 Uhr
Ort: Ehem. Kirche St. Barbara, Klausstr. 1, 47226 Duisburg

 

Eine Produktion von Urbane Künste Ruhr für die Ruhrtriennale.

Im Rahmen der Ruhrtriennale 2018 präsentiert Urbane Künste Ruhr die Videoinstallation Vom Nutzen der Angst – The Politics of Selection der Berliner Künstlerin Peggy Buth. In der Videoarbeit untersucht Buth geschichtliche Zusammenhänge und Verflechtungen, die wesentlich durch die Unternehmenskultur der Friedrich Krupp AG begründet sind und die in unterschiedlichsten Formen die sozialen Verhältnisse im Ruhrgebiet – vom Privaten bis in den urbanen Raum hinein – geprägt haben.

Die Arbeit wird in der seit 2011 profanierten Kirche St. Barbara in Duisburg-Rheinhausen gezeigt, die in den frühen 1960er Jahren auf ehemaligem Werksgebiet der Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG erbaut wurde. Entworfen vom Architekten Toni Hermanns, der für weitere Kirchen- und Verwaltungsbauten im Ruhrgebiet verantwortlich zeichnet, ist sie mit ihrer für die damalige Zeit zukunftsweisenden hyperbolisch-parabolischen Stahlbeton-Dachkonstruktion ein bemerkenswertes Beispiel zukunftsweisender Architektur der Nachkriegszeit. Die nach der Schutzheiligen der Bergleute benannte Kirche der katholischen Gemeinde von Duisburg-Hochemmerich steht mitten in einer Arbeitersiedlung in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Ort, wo ab den späten 1980er Jahren die Arbeiterkämpfe der Kruppianer gegen die Schließung ihres Hüttenwerks ihren Ausgangspunkt hatten, einem zentralen Motiv in der Videoarbeit der Künstlerin.

Peggy Buth, die seit 2016 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig als Professorin für Medienkunst unterrichtet, arbeitet konzeptionell und prozessbezogen mit unterschiedlichsten Medien (u. a. Film, Fotografie, Skulptur, Assemblage). Ihre Arbeiten zeigt sie oft in Form großer Rauminstallationen, welche die komplexen inhaltlichen Zusammenhänge ihrer Themen auf eindrückliche Weise unterstützen. So auch in der Kirche St. Barbara, die durch ihre Geschichte und Form selbst ein, sprechender‘ Teil der Installation wird.

 
 
 
 

W A N D E R S A L O N #2

Die Veranstaltungsreihe zum Ruhr Ding

Der zweite Wandersalon führt uns an einen Ort, der normalerweise nicht unmittelbar mit Kunst in Verbindung gebracht wird: In der Fankneipe des Traditionsvereins Rot-Weiß Oberhausen stellt der schottische Künstler Roderick Buchanan am 18. April 2018 um 19 Uhr seine Arbeit vor.

Buchanans Interesse gilt Kunst und Sport gleichermaßen, in seinen künstlerischen Arbeiten taucht der sportliche Wettbewerb immer wieder auf. 2006 richtete er den ARTCUP in Huntly (Schottland) aus, eine selbsternannte Weltmeisterschaft, an der nur Spieler teilnehmen konnten, die sowohl gute Künstler als auch gute Fußballer waren. Nicht nur den Sport selbst, auch die zugehörige Fankultur macht Buchanan zum Thema, etwa in Fotoserien und Recherchearbeiten zu den Anhängern der rivalisierenden Clubs Celtic Glasgow und Glasgow Rangers. Motivation ist dabei nicht nur Buchanans private Vorliebe für das Spiel, sondern sein Interesse an der Erforschung von Codes kultureller Zugehörigkeit und Identität – und daran, wie diese unsere sozialen Beziehungen bestimmen.

Ein weiteres großes Thema, das sich wie ein roter Faden durch Roderick Buchanans künstlerische Arbeiten zieht, ist die Beschäftigung mit Schottlands Industrialisierungsgeschichte und der Kampf um Unabhängigkeit. All das macht ihn zu einem Künstler, der für Urbane Künste Ruhr in Vorbereitung auf das Ruhr Ding sehr viel Interessantes zu berichten hat.

Wann: Mittwoch, 18. April, um 19 Uhr, Eintritt frei
Wo: Fankneipe von Rot-Weiß Oberhausen, Stadion Niederrhein, Lindnerstraße 2-6, 46149 Oberhausen
Zu Gast: Roderick Buchanan (Künstler)

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten und ins Deutsche übersetzt.

W A N D E R S A L O N

WANDERSALON

 

INVITATION TO LAUNCH EVENT
13th MARCH 2018, 7 P.M.
THEATER IM DEPOT, IMMERMANNSTR. 29, 44147 DORTMUND

 

You are warmly invited to the "Wandersalon"! To launch this format, our new Artistic Director Britta Peters will talk about the future priorities for Urbane Künste Ruhr. In the second part of the evening, the artist Henrike Naumann will offer an introduction to her work: this is dedicated to everyday reality in East Germany after 1989 and frequently takes the correlation between politics and interior design as its starting point.

»Wandersalon« will be held at irregular intervals in a variety of locations and leads up to a major exhibition project by Urbane Künste Ruhr in spring 2019. It offers a framework where individuals and groups of artists can talk about their work. However, other specialists are also invited: for example, academics and theoreticians who have interesting things to contribute and whose powers of expression, ideas and critical thinking are suitable for public discussion.   

Further dates to follow.

Britta Peters becomes new Artistic Director of Urbane Künste Ruhr

 

The curator from Hamburg moves to the Ruhr region from Skulptur Projekte Münster

 

Since 1st January 2018 Britta Peters has been Artistic Director of Urbane Künste Ruhr. The curator and cultural studies graduate follows Katja Aßmann, who devised the programme for Urbane Künste Ruhr from 2012 to 2017.

Britta Peters can look back on many years’ experience as the curator of a wide range of exhibition projects and possesses an excellent network of contacts in the art world both nationally and internationally. She was most recently part of the curatorial team for Skulptur Projekte Münster under the Artistic Direction of Kasper König. As Director of the Kunstverein Harburger Bahnhof from 2008 to 201, she was responsible for realizing an extensive number of exhibitions in the semi-public space of Harburg Station. In 2012 she was one of the curators of the ‘Demonstrationen’ project at the Frankfurt Kunstverein in collaboration with Frankfurt University’s cluster of excellence ‘The Formation of Normative Orders’. In 2014 she initiated the project ‘Illness as Metaphor:  Madness in the Garden of the Species’ at a series of locations in Hamburg.

The appointment of Britta Peters marks a change of direction for Urbane Künste Ruhr. Further information on the new programme will be available in spring 2018.