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W A N D E R S A L O N  #4

MIT PEGGY BUTH

Kino im U, 18:00 Uhr

Leonie-Reygers-Terrasse 1, 44137 Dortmund

 

In unserem vierten Wandersalon am 6. Juni 2018 laden wir gemeinsam mit dem Hartware MedienKunstVerein ins Dortmunder U: Die Berliner Künstlerin Peggy Buth spricht dort über ihre Arbeit und ihre kommende Ausstellung Vom Nutzen der Angst - The Politics of Selection, welche wir als Beitrag für die diesjährige Ruhrtriennale im August zusammen realisieren. Gleichzeitig ist die Arbeit Demolition Flats von Peggy Buth im HMKV als "Video des Monats" zu sehen.

Die Veranstaltungsreihe Wandersalon findet in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten statt. Künstler*innen und -gruppen, die sich aktuell mit Urbane Künste Ruhr im Austausch befinden, stellen in diesem Rahmen ihre Projekte vor. Eingeladen werden aber auch andere Spezialist*innen, Wissenschaftler*innen und Theoretiker*innen, die Interessantes zu berichten haben, und deren Poesie, Ideen und kritische Überlegungen sich für eine öffentliche Diskussion eignen.

URBANE KÜNSTE RUHR SUCHT VERSTÄRKUNG

Gesucht wird:

ein*e Pressereferent*in
Beginn zum 01.08.2018 bis 01.08.2019, Vollzeit mit Option auf Verlängerung
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ein*e Projektmanager*in
Ab 1. August 2018 bis 1. August 2019 Vollzeit mit Option auf Verlängerung
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W A N D E R S A L O N  #3

MIT ORSOLYA KALÁSZ & ANDY VAZUL

 
 

27.05.2018, 19:00 Uhr

Le Chat Noir, Brigittastr. 22, 45130 Essen
 

Im dritten Wandersalon von Urbane Künste Ruhr wagen wir uns an ein experimentelles Format: Die Lyrikerin Orsolya Kalász und der Musiker Andy Vazul laden am 27.05.2018 um 19:00 Uhr zu einer Konzert-Lesung ins Weinlokal Le Chat Noir nach Essen ein.

Für Orsolya Kalász ist die Auseinandersetzung mit Sprache und wie sie persönliche Identität bestimmt, ein zentrales Thema. Ihre assoziationsreichen Gedichte schreibt sie auf Deutsch und Ungarisch — eine Sprache, die nur sehr wenige Menschen auf der Welt beherrschen — und überträgt diese dann selbst in die jeweils andere Sprache, woraus oftmals poetische Variationen entstehen. Beide Sprachen stehen so gleichberechtigt nebeneinander, statt nur Übersetzung der anderen zu sein. In Essen präsentiert Kalász ihre Gedichte im Dialog mit der experimentellen Musik von Andy Vazul.  Das künstlerische Format bietet einen spannenden Zugang zur Thematik des Verhältnisses von Identität und Territorien, mit der sich Urbane Künste Ruhr in Vorbereitung auf das Ruhr Ding beschäftigt.

Orsolya Kalász wurde 1964 in Dunaújváros (Ungarn) geboren und studierte an der Universität Eötvös Lórand in Budapest. Sie arbeitet als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin. Bereits als Kind verbrachte sie einige Jahre mit ihrer Familie in Deutschland, wodurch Deutsch zu ihrer Zweitsprache wurde. Kalász übersetzt ungarische Gegenwartsliteratur mit Schwerpunkt Lyrik ins Deutsche. Seit 1997 veröffentlichte sie verschiedene eigene Gedichtbände. Ihr aktuelles Buch „Das Eine“ wurde 2017 von der Jury des Peter-Huchel-Preises als „herausragende Neuerscheinung 2016“ ausgezeichnet.

Andy Vazul ist experimenteller Musiker und Komponist. Für sein Mundharmonika-Spiel gewann er mehrere Preise. Er arbeitete zusammen mit Rock- und Jazzgrößen wie Andy Newmark und Jean Paul Bourelly. Vazul spielt außerdem Flöte, Santur, Maultrommel, sowie selbst gebaute Instrumente, deren Klang er teils elektronisch verfremdet.

Die Veranstaltungsreihe Wandersalon findet in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten statt. Künstler*innen und -gruppen, die sich aktuell mit Urbane Künste Ruhr im Austausch befinden, stellen in diesem Rahmen ihre Projekte vor. Eingeladen werden aber auch andere Spezialist*innen, Wissenschaftler*innen und Theoretiker*innen, die Interessantes zu berichten haben, und deren Poesie, Ideen und kritische Überlegungen sich für eine öffentliche Diskussion eignen.

 
 
 
 

Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr
 

Urbane Künste Ruhr lädt zehn internationale Künstler*innen
für das neue Residenzprogramm ein

 

Unter der künstlerischen Leitung von Britta Peters initiiert Urbane Künste Ruhr ein neues Residenzprogramm für (jährlich zehn) internationale Künstler*innen im Ruhrgebiet. Die drei- und zwölfmonatigen Aufenthalte unter dem Titel Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr werden projektunabhängig vergeben und ermöglichen es Künstler*innen in der Region zu leben und zu arbeiten. Alle Kandidat*innen für das dezentrale Residenzprogramm wurden über ein Vorschlagsverfahren ermittelt. Die fünfköpfige Jury, bestehend aus Eva Birkenstock (Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen), Reinhard Buskies (Sprechergruppe KunstVereineRuhr), Matthias Frense (Ringlokschuppen Ruhr), Aernout Mik (Künstler) und Britta Peters (Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr), entschied nun, welche zehn Künstler*innen eingeladen werden. In den Fokus rückten Künstler*innen, die sich in ihrer Arbeit mit dem Verhältnis von Identität und territorialen Zuschreibungen auseinandersetzen. Mit diesen Themen wird sich Urbane Künste Ruhr bis Mitte 2019 in vielfältigen Formaten befassen. Das Residenzprogramm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr schließt sich inhaltlich an das Ausstellungsprojekt Ruhr Ding an, das im Frühjahr 2019 über einen Zeitraum von acht Wochen stattfinden wird.

Die zwölfmonatigen Residenzen wurden an die Künstler Wasim Ghrioui (Syrien) und Mohamed Altoum (Sudan) vergeben. Diese Residenzen sind verknüpft mit der Silent University Ruhr, einem mehrsprachigen Netzwerk aus geflüchteten Akademiker*innen, dessen Träger der Ringlokschuppen Ruhr ist. Die Aktiven vor Ort arbeiten seit mittlerweile drei Jahren daran, das Wissen Geflüchteter in der Region hörbar zu machen. Der Arbeitsmittelpunkt dieser Residenzen liegt in Mülheim an der Ruhr.

Die dreimonatigen Aufenthalte sind angebunden an die KunstVereineRuhr, die Erfahrungen aus vielfältigen Residenzprogrammen schöpfen und mit insgesamt 16 über das ganze Ruhrgebiet verteilten Häusern ideale Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Zu Gast sind Stacey Gillian Abe (Uganda), Céline Berger (Frankreich), Jan Brokof (Deutschland), Achim Lengerer (Deutschland), Viola Relle und Raphael Weilguni (Ungarn/Deutschland), Matshelane Xhakaza (Südafrika), Paul Wiersbinski (Deutschland) und Kathrin Winkler (Deutschland).

Den Stipendiat*innen wird sowohl eine Unterkunft und gegebenenfalls einen Arbeitsraum in einer der zentral gelegenen Städte der Region als auch Lebenshaltungs- und Materialkosten zur Verfügung gestellt. Über die Betreuung durch Mentor*innen hinaus bietet die Institution allen Künstler*innen während ihres Aufenthalts ein individuell abgestimmtes Programm an. Dem eigenen Selbstverständnis folgend, initiiert Urbane Künste Ruhr damit einen überregionalen und internationalen Austausch im Netzwerk.

SAVE THE DATE

Peggy Buth

Vom Nutzen der Angst –
The Politics of Selection

 
 
 
 
 
 
 
 

11. August bis 23. September 2018

 

Eröffnung: 10.08.2018, 17 Uhr
Ort: Ehem. Kirche St. Barbara, Klausstr. 1, 47226 Duisburg

 

Eine Produktion von Urbane Künste Ruhr für die Ruhrtriennale.

Im Rahmen der Ruhrtriennale 2018 präsentiert Urbane Künste Ruhr die Videoinstallation Vom Nutzen der Angst – The Politics of Selection der Berliner Künstlerin Peggy Buth. In der Videoarbeit untersucht Buth geschichtliche Zusammenhänge und Verflechtungen, die wesentlich durch die Unternehmenskultur der Friedrich Krupp AG begründet sind und die in unterschiedlichsten Formen die sozialen Verhältnisse im Ruhrgebiet – vom Privaten bis in den urbanen Raum hinein – geprägt haben.

Die Arbeit wird in der seit 2011 profanierten Kirche St. Barbara in Duisburg-Rheinhausen gezeigt, die in den frühen 1960er Jahren auf ehemaligem Werksgebiet der Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG erbaut wurde. Entworfen vom Architekten Toni Hermanns, der für weitere Kirchen- und Verwaltungsbauten im Ruhrgebiet verantwortlich zeichnet, ist sie mit ihrer für die damalige Zeit zukunftsweisenden hyperbolisch-parabolischen Stahlbeton-Dachkonstruktion ein bemerkenswertes Beispiel zukunftsweisender Architektur der Nachkriegszeit. Die nach der Schutzheiligen der Bergleute benannte Kirche der katholischen Gemeinde von Duisburg-Hochemmerich steht mitten in einer Arbeitersiedlung in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Ort, wo ab den späten 1980er Jahren die Arbeiterkämpfe der Kruppianer gegen die Schließung ihres Hüttenwerks ihren Ausgangspunkt hatten, einem zentralen Motiv in der Videoarbeit der Künstlerin.

Peggy Buth, die seit 2016 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig als Professorin für Medienkunst unterrichtet, arbeitet konzeptionell und prozessbezogen mit unterschiedlichsten Medien (u. a. Film, Fotografie, Skulptur, Assemblage). Ihre Arbeiten zeigt sie oft in Form großer Rauminstallationen, welche die komplexen inhaltlichen Zusammenhänge ihrer Themen auf eindrückliche Weise unterstützen. So auch in der Kirche St. Barbara, die durch ihre Geschichte und Form selbst ein, sprechender‘ Teil der Installation wird.

 
 
 
 

W A N D E R S A L O N #2

Die Veranstaltungsreihe zum Ruhr Ding

Der zweite Wandersalon führt uns an einen Ort, der normalerweise nicht unmittelbar mit Kunst in Verbindung gebracht wird: In der Fankneipe des Traditionsvereins Rot-Weiß Oberhausen stellt der schottische Künstler Roderick Buchanan am 18. April 2018 um 19 Uhr seine Arbeit vor.

Buchanans Interesse gilt Kunst und Sport gleichermaßen, in seinen künstlerischen Arbeiten taucht der sportliche Wettbewerb immer wieder auf. 2006 richtete er den ARTCUP in Huntly (Schottland) aus, eine selbsternannte Weltmeisterschaft, an der nur Spieler teilnehmen konnten, die sowohl gute Künstler als auch gute Fußballer waren. Nicht nur den Sport selbst, auch die zugehörige Fankultur macht Buchanan zum Thema, etwa in Fotoserien und Recherchearbeiten zu den Anhängern der rivalisierenden Clubs Celtic Glasgow und Glasgow Rangers. Motivation ist dabei nicht nur Buchanans private Vorliebe für das Spiel, sondern sein Interesse an der Erforschung von Codes kultureller Zugehörigkeit und Identität – und daran, wie diese unsere sozialen Beziehungen bestimmen.

Ein weiteres großes Thema, das sich wie ein roter Faden durch Roderick Buchanans künstlerische Arbeiten zieht, ist die Beschäftigung mit Schottlands Industrialisierungsgeschichte und der Kampf um Unabhängigkeit. All das macht ihn zu einem Künstler, der für Urbane Künste Ruhr in Vorbereitung auf das Ruhr Ding sehr viel Interessantes zu berichten hat.

Wann: Mittwoch, 18. April, um 19 Uhr, Eintritt frei
Wo: Fankneipe von Rot-Weiß Oberhausen, Stadion Niederrhein, Lindnerstraße 2-6, 46149 Oberhausen
Zu Gast: Roderick Buchanan (Künstler)

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten und ins Deutsche übersetzt.

W A N D E R S A L O N

EINLADUNG ZUR AUFTAKTVERANSTALTUNG
13. MÄRZ 2018, 19 UHR
THEATER IM DEPOT, IMMERMANNSTR. 29, 44147 DORTMUND
 

Wir laden herzlich zum Wandersalon ein! Zum Auftakt wird die neue Künstlerische Leiterin Britta Peters am Dienstag, 13. März 2018, im Dortmunder Theater im Depot über die künftige Ausrichtung von Urbane Künste Ruhr sprechen. Im zweiten Teil des Abends stellt die Künstlerin Henrike Naumann ihre Arbeiten vor, die der Alltagsrealität in Ostdeutschland nach 1989 gewidmet sind und häufig eine Wechselwirkung von Innenein­richtung und Politik zum Ausgangspunkt nehmen.

Das neue Format Wandersalon findet in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten statt und bereitet auf ein größeres Ausstellungsprojekt von Urbane Künste Ruhr im Frühjahr 2019 vor. Künstler*innen und -gruppen, sprechen in diesem Rahmen über ihre Arbeiten. Eingeladen werden aber auch andere Spezialist*innen, Wissenschaftler*innen und Theoretiker*innen, die Interessantes zu berichten haben, und deren Poesie, Ideen und kritische Überlegungen sich für eine öffentliche Diskussion eignen.

Weitere Termine:

18. April 2018, 19.00 Uhr
Roderick Buchanan, Künstler
Vereinsheim Rot-Weiß Oberhausen im Stadion Niederrhein

27. Mai 2018, 19.00 Uhr
Orsolya Kalász, Dichterin und Andy Vazul, Musiker
Restaurant Chat Noir, Essen

6. Juni 2018, 18.00 Uhr
Peggy Buth, Künstlerin
Kino im U, Dortmund

Britta Peters wird neue Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr
 

Die Hamburger Kuratorin wechselt von den Skulptur Projekten Münster ins Ruhrgebiet
 

Seit dem 1. Januar 2018 ist Britta Peters die Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr. Die Kuratorin und studierte Kulturwissenschaftlerin folgt auf Katja Aßmann, die von 2012 bis 2017 das Programm von Urbane Künste Ruhr gestaltet hat.

Britta Peters blickt auf langjährige Erfahrung als Kuratorin von verschiedenen Ausstellungsprojekten zurück und ist in der nationalen und internationalen Kunstszene sehr gut vernetzt. Zuletzt war sie Teil des Kuratorenteams der Skulptur Projekte Münster unter der künstlerischen Leitung von Kasper König. Als Leiterin des Kunstvereins Harburger Bahnhof realisierte sie von 2008 bis 2011 zahlreiche Ausstellungen im semi-öffentlichen Raum des Harburger Bahnhofs. 2012 war sie eine der Kuratorinnen des „Demonstrationen“-Projekts in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster Normative Orders im Frankfurter Kunstverein. 2014 initiierte sie das Projekt „Krankheit als Metapher. Das Irre im Garten der Arten“ an verschiedenen Orten in Hamburg.

Mit der Berufung von Britta Peters geht eine Veränderung in der künstlerischen Ausrichtung von Urbane Künste Ruhr einher. Mehr Informationen zum neuen Programm folgen im Frühjahr 2018.