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Gesprächsstoff!

Über künstlerische Lebens- und Arbeitsbedingungen heute

27 / 02

Wie steht es um Lebens- und Arbeitsbedingungen Kulturschaffender? Die derzeitige Zusammen- und Gegenüberstellung von Künstlern vs. Kreativunternehmer bietet Stoff für Diskussion und Kontroverse. In Berlin und dem Ruhrgebiet fanden letzte Woche gleich zwei spannende Diskussionen zur Zukunft der Produktionsbedingungen für Kunstschaffende im Zeichen der Kreativwirtschaft statt.

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Am 22. Februar moderierte Marcus Bader (raumlabor berlin, Initiator unseres Projekts Urban School Ruhr), eine international besetzte Podiumsdiskussion zu Chancen und Gefahren der Stadtentwicklung durch kreative Standortaufwertung.

Die Gefahren sind bekannt: Gentrifizierung und Mietpreiserhöhung verdrängen Subkulturen aus dem von ihnen geschaffenen Milieu. Weniger bekannt sind Lösungsansätze zur Belebung oder zur dauerhaften Erhaltung erschwinglicher Arbeitsräume. Ein interessantes Beispiel liefert Daniela Brahm's Fabrik ExRotaprint. Die Künstlerin war 2015 an unserem Projekt Reisen im Kreis beteiligt gewesen, wo sie solidarische Immobiliennutzungsmodelle im Ruhrgebiet mit gegenwärtigen Entwicklungen gegenüberstellte.

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Weiter ging's nach Mülheim an der Ruhr: in unserem Wochenendkongress "wem gehört die Kunst" vom 24. bis 26. Februar, veranstaltet gemeinsam mit Netzwerk X und dem Rinklokschuppen Mülheim, versammelten sich 85 Freischaffende und diskutierten bei Workshops, Vorträgen und Lecture Performances über den Stellenwert von Kunst in der heutigen Gesellschaft.

Die Beteiligten entwickelten erste Ideen für einen solidarischen Umgang mit künstlerischen Arbeitsinstrumenten und -bedingungen – sei es Arbeitsräume, faire Entlohnungen, angemessene Fördermittel und praxisnahe Entscheidungsstrukturen oder alternative Praktiken der Mittelvergabe.

In dieser Hinsicht versteht sich der Kongress als auch das gesamte Projekt als mikropolitisches Experiment, mit selbstjurierten Beiträgen, kollaborativen Entscheidungsinstanzen und einer Entlohnung der ideellen Projektarbeit (nicht nur Gastredner sondern alle Beteiligten erhielten eine Honorierung i.H.v. 10 € pro Stunde).

Ab Aprill geht das Projekt in die nächste Phase.

 

Es werde Licht:

                                                                               Urban Lights Ruhr 2017

                                                       startet mit Künstlerworkshop in  Marl

 

25 / 01

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Nach Auflagen in Bergkamen, Hamm und Hagen sind auch für diese Edition wieder acht regionale und internationale Künsterlerinnen eingeladen. Während des knapp dreiwöchigen Stadtfestivals im Herbst 2017 können Besucher und Besucherinnen mit Installationen und Performances die Stadt Marl mit ihrer markanten sechziger Jahre Architektur neu entdecken. Der Fokus richtet sich auf Marls Mitte, dem Stadtzentrum, das geprägt ist von seiner geschichtlichen Vergangenheit sowie aktuellen gesellschaftspolitischen Prozessen.

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Um ein erstes Gefühl für die Stadt zu entwickeln und um Inspirationen zu sammeln, luden vergangenes Wochenende (21. – 22. Januar 2017) die Kuratoren der diesjährigen Ausgabe Katja Aßmann (künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr), Melanie Bono (Freie Kuratorin) und Georg Elben (Direktor des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl) die KünstlerInnen ins Marler Zentrum ein.

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Im Programm: Ein geführter Stadtrundgang, die Besichtigung des Glaskastens und  das Format Show and Tell, in dem die KünstlerInnen den dort anwesenden Gästen der Stadt und weiteren lokalen AkteurInnen einen Einblick in Ihr bisheriges Schaffen ermöglichten.

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Unter ihnen waren wieder altbekannte Gesichter: Neben Mischa Kuball, dessen Arbeit „Les Fleurs du Mal (Blumen für Marl)“ seit 2013 das Rathaus ziert, präsentierten u.a. Isa Melsheimer und Nikolaus Gansterer im Show and Tell in 10-minütigen Vorträgen ihre Werke.

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Im Show and Tell deutete sich an, worauf sich BesucherInnen freuen können. Von massiven Installationen, über audiovisuelle Beiträge, bis hin zu performativen Formaten. Gänzlich unterschiedlichste Werke, die den Marler Stadtraum neu in Szene setzen werden. Erste künstlerische Entwürfe sollen bis Ende Februar eingereicht werden. Wir sind gespannt!

                                                                                     Kommt mit auf eine Reise in's Abenteuer Alltag.

 

Ein performativer Parcours zum Mitmachen!

20 / 01

Die Urban School Ruhr macht den Alltag zum Abenteuer.

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Die Seminargruppe "Abenteuer Alltag" lädt zur öffentlichen Präsentation ihrer Forschungsergebnisse. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben Phänomene des alltäglich- und scheinbar Selbstverständlichen untersucht. Entstanden ist eine Versuchsreihe in der Wittener Innenstadt, die gemeinsam mit Interessierten miterkundet werden soll. Einige Forschungsergebnisse sind bereits im Parcours selbst eingebracht, andere werden sich erst im performativen Prozess durch Mitläufer finden.

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Aus Selbstversuchen, heimlichen Beobachtungen und vergleichenden Recherchen ist ein unterhaltsamer Parcours entstanden, mit dem die Urban School Ruhr Ihre Fragen an den Alltag in der Realität überprüft.

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Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird lediglich um eine Voranmeldung per Mail (sz@raumlabor-berlin.de) gebeten.

Termin: Samstag 21. Januar 2017, 11.00 Uhr und 14.30 Uhr

Dauer:  ca. 90 min.

Treffpunkt:   Stadtgalerie, 1. OG, an der Lokomotive vor Deichmann (Hammerstraße 9-11, 58452 Witten)

"Abenteuer Alltag" ist ein Seminar an der Uni Witten von Sabine Zahn / Choreografin und Benjamin Foerster-Baldenius / Architekt / raumlaborberlin

OPEN CALL

 

Netzwerk X, Ringlokschuppen Ruhr

                                                                                       und Urbane Künste Ruhr suchen Mitdenker!

16 / 12

Du bist ein_e Künstler_in im Ruhrgebiet? Oder bist Du kreativ, sozial, kulturell oder politisch aktiv oder interessiert und hast deinen Lebens-/Arbeitsschwerpunkt im Ruhrgebiet? Dann solltest Du wissen, dass es eine neue Landesförderung gibt, die sich „Individuelle Förderung von Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen (IKF) nennt und sich derzeit in einer Erprobungsphase befindet. Das Förderprogramm soll für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von freischaffenden Künstler_innen und Kreativen im Ruhrgebiet sorgen.

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Wir begrüßen das proklamierte Ziel des neuen Förderprogramms, zumal Künster_innen oft unter extrem prekären Bedingungen leben und arbeiten. Zugleich sehen wir in den operativen Bestimmungen dieser Förderung die Gefahr, dass der Begriff der Kunst mehr und mehr auf den der Kreativwirtschaft verschoben wird und statt Kunst vor allem vereinzelte und marktkonforme kulturelle Ich-AGs befördert bzw. erzeugt werden – mit allen sozialen, gesellschaftlichen sowie künstlerischen Konsequenzen.

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Daher fragen wir mit Blick auf die Ökonomisierung künstlerischer Arbeit: Wem gehört die Kunst?
Welche Rolle kann Kunst in einer sich radikal verändernden Wirklichkeit einnehmen und für welche Arbeitsbedingungen müssen Künstler_innen streiten? Was kann eine Kunstpraxis im Kapitalismus heute bedeuten? Und wie kann eine sinnvolle Förderung von freischaffenden Künstler_innen in Zukunft aussehen?

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Wir – als Bündnis von Netzwerk X, Ringlokschuppen Ruhr und Urbane Künste Ruhr – haben uns zusammen getan, um mit einem einjährigen Projekt einen Freiraum zu schaffen, in dem wir gemeinsam zu diesem Themenkomplex denken, diskutieren, probieren und arbeiten können, um Antworten zu finden.

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Für die Umsetzung unseres Vorhabens suchen wir Dich und Euch, Deine/Eure Erfahrungen, Ideen und Fähigkeiten und laden ein, um bei einem gemeinsamen

Kongress am Wochenende 24.-26. Februar 2017

In einer Gruppe von ca. 70 Menschen zum zuvor beschriebenen Thema zu arbeiten. Anmeldung bis 17. Februar 2017. Die von allen Mitwirkenden eingebrachte politische Zeit wird mit 10 € pro Stunde entlohnt. Damit weisen wir auch auf das Verhältnis von bezahlter und unbezahlter Arbeit in unserer kapitalistisch fundierten Gesellschaftsordnung hin.

Open Call Labore

Zur Vorbereitung auf den Wochenendkongress wird es im Januar/Februar ca. ein- bis zweiwöchige vergütete Labore mit Arbeitskreisen zu Thema geben. Dafür könnt Ihr Euch bis zum 10. Januar 2017 bewerben. 

Weitere Projektphase ab März 2017

Wir wollen gesellschaftliche Vielfalt und achten darauf, dass die Teilnehmenden nicht nur weiß-deutsch, männlich*, hetero und akademisch gebildet sind. Damit wir dies berücksichtigen können, fragen wir ein paar persönliche Daten bei Eurer Anmeldung/Bewerbung ab.

Ein Projekt von Netzwerk X, Ringlokschuppen Ruhr und Urbane Künste Ruhr.

Weitere Informationen und Anmeldeformular unter: www.wemgehoertdiekunst.de

Call for Papers:

Heft#2

15 / 12

Urbane Künste Ruhr lädt Studierende der Kultur- und Geisteswissenschaften dazu ein, einen Textbeitrag (max. 7000 Zeichen) für die zweite Ausgabe unseres Hefts einzureichen.

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Unser nächstes Book-Zine ist gerade in Vorbereitung: Diesmal geht es um eine andere Topografie des Urbanen. Unter dem Arbeitstitel anderswo erkunden wir verschiedenste andere Orte (ob physisch betrachtet oder als Situation, mentale Einstellung, Wunschvorstellung, gemeinschaftliches Dasein verstanden) der Stadt.

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Hetero-tope, neuentdecke oder gescheiterte Utopien, selbsterschaffene Gemeinschaftsenklaven, Zufluchtsorte, Spielwiesen und Parallelwelten. Unsere Ausgangsthese: nicht Homogenität (Iso-Top), sondern Andersartigkeit ist für die Stadt und das urbane Leben konstitutiv.

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Nicht nur Stadtsoziologen, auch Künstler setzen sich seit der Moderne, aber verstärkt seit den 1990er Jahren mit alternativen Ortschaften im städtischen Kontext auseinander - ob bei der Immersion in und der teilweise ästhetisierten Darstellung von Unter- und Zwischenwelten, oder aber im konkreten Austausch und Umgang mit Außenstehenden und unsichtbaren Gemeinden.

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Denn viele Künstlerkollektive bleiben heute nicht beim Sichtbarmachen dessen, was den meisten verborgen bleibt. Sondern sie ergreifen Initiative in vielfältigster Art und Weise. Sie schaffen etwa Teil-Öffentlichkeiten, erproben neue Situationen, definieren Gemeinschaftsräume, testen alternative Wirtschaftssysteme aus und reaktivieren alte Utopien oder schaffen neue Spielwiesen.

 

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Wie sieht Eure alternative Topografie des Städtischen aus?

Kulturwissenschaftliche, kunsthistorische als auch essayistische oder fotodokumentarische Beiträge sind willkommen.

EINREICHUNGEN BIS 31. JAN. PER E-MAIL AN: AUFRUF@URBANEKUENSTERUHR.DE
AUSGEWÄHLTE UND IM HEFT PUBLIZIERTE TEXTE WERDEN MIT EINER KLEINEN AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG                    
IN HÖHE VON 150 EURO HONORIERT

Hinter den Kulissen

                                                                    von Truck Tracks Ruhr

14 / 12

Vorhang auf: Truck Tracks Ruhr tourt mit seinen nunmehr fünften Album durch Mülheim.

Von abgeschnitten Birken über leere LKW-Tanks, wer wissen will, was sich hinter den Kulissen ereignet hat, der wird mit diesem Behind the Scenes-Special bestens beschenkt.

Gesprochen haben wir mit Marcel Nascimento, der das Projekt seit der Pilotphase im Herbst 2015 als Veranstaltungstechniker begleitet.

Lieber Marcel, seit einem Jahr begleitest Du das Projekt Truck Tracks Ruhr – auch hinter den Kulissen. *Was war bisher deine spannendste oder deine lustigste Erinnerung?

Marcel Nascimento: Das Interessante bei Truck Tracks Ruhr ist, dass keine Tour wie die andere ist. Jedes Mal passiert etwas Unvorhergesehenes. Der öffentliche Raum hat seine eigenen Regeln. Doch im Großen und Ganzen verhalten sich die Orte so, wie man diese in den Proben kennengelernt hat. In der Regel ändert sich nichts Fundamentales - nicht so in Dortmund. Während der Proben hielten wir an einem verlassenen Ort, an dem aus der Mitte des Asphalts eine Birke wuchs. Diese Birke war der zentrale  Hauptakteur, in dem dort gespielten Track des Theatertrios subbotnik. Sie war immer da, bei den Vorproben, bei den Hauptproben und bei der Generalprobe. Dann kam der Tag der Premiere in Dortmund. Wir fuhren an den altbekannten Ort, der Vorhang lüftete sich und die Birke war weg! Fein säuberlich gefällt und entsorgt. In diesem Moment war ich orientierungslos, ich wusste nicht, ob wir richtig standen oder ob der Truck die Birke umgefahren hatte. Bis heute wissen wir nicht, wer diese Birke gefällt hat und wieso. Die Abwesenheit der Birke verlieh dem Track eine völlig neue Note.

 

* Was war bisher die „nervenzehrendste“ Panne mit dem LKW – und wie wurde sie behoben?

Marcel Nascimento: Da fällt mir eine Situation in Recklinghausen ein. Vor einer Tour entschied hier der Generator, der den Strom für die Technik im Innenraum des Trucks liefert, nicht mehr anzuspringen. Nach verschiedenen Versuchen diesen selbst wieder zum Laufen zu bringen, mussten wir dann doch eine Werkstatt anfahren. Da wir großes Aufsehen mit dem ungewöhnlichen Truck erzeugten, standen alle Mechaniker der Werkstatt uns zur Verfügung und diese haben sich sofort an die Arbeit gemacht. Wir konnten dann die Tour mit nur kurzer Verzögerung beginnen.

 

*Was war die absurdeste Situation – ob vor Ort oder auch im Hinblick auf andere Faktoren wie Organisationsprozesse?

Marcel Nascimento: Dadurch, dass ich bei jeder Fahrt mit dabei bin, ist dieses Projekt für mich zur Zuschauer-Beobachtung geworden. In jeder Stadt und bei jeder Tour treffen Menschen mit unterschiedlichsten Sehgewohnheiten und kulturellen Erfahrungen aufeinander. Da ist es interessant zu beobachten, wie versucht wird mit der Welt vor der Scheibe zu kommunizieren. Winken und klopfen sind zum Beispiel beliebte Mittel. Interessant ist auch zu sehen, welche Erwartungen Zuschauer an das Projekt haben. So meinte ein Zuschauer mal, dass man ja wenig Industriekultur gesehen habe und man mit den Hörspielen wenig anfangen könnte oder ein anderer Zuschauer meinen Kollegen fragte, der ein Headset zu Kommunikation auf hatte, ob er während der Fahrt was erzähle á la Sightseeingtour.

 

*Welcher Track (Single Track) hat Dir am besten gefallen … sofern Du das verraten möchtest?

Marcel Nascimento: Das ist tatsächlich nicht einfach zu beantworten, da die Tracks so divers sind, sei es auf der Produktions- oder Inhaltsebene, so dass es schwer ist, diese zu vergleichen. Allgemein kann ich aber sagen, dass mir Tracks, die den gesehen Ort konkret thematisieren besser gefallen, als Tracks die versuchen ein abstraktes Thema zu verhandeln und man den Bezug zum Ort nur aus dem Programmheft erschließen kann. Ich meine damit aber nicht, dass ich alles vorgegeben haben möchte, jedoch freue ich mich, wenn ich als Zuschauer aktiviert werde, das Gehörte auf den Ort zu projizieren, mit allen Übereinstimmungen und Differenzen.

 

*Gab es sonstige überraschende Momente,  die bei Dir in Erinnerung geblieben sind?

Marcel Nascimento: Ja, tatsächlich fand ich es sehr interessant, als vor einer Tour in Duisburg plötzlich Matthias Lilienthal vor mir Stand, der sich als ebendieser vorstellte und ich mit ihm Truck-Erfahrungen austauschen konnte. Lilienthal arbeitete bereits als künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin mit Rimini Protokoll zusammen. Während seiner Intendanz am HAU entstand das Projekt "Cargo Sophia".

Informationen und Tickets unter

www.trucktracksruhr.de

Kennt Ihr schon …

07 / 12

... den Urbane Künste Ruhr-Bookshop?

Die Weihnachtszeit ist schon im vollen Gange und auch die meisten unter Ihnen befinden sich noch auf der Suche nach den passenden Geschenken. Das Richtige zu finden, erweist sich oft als schwierig.

In diesem Jahr kann der neue Urbane Künste Ruhr-Bookshop Abhilfe schaffen. Vom Wanderführer, der durch das Weltkulturerbe Zollverein führt, über die Schönheit der großen Straße – gemeint ist die B1/A40 – bis zur Dokumentation der Emscherkunst 2016. Für viele Geschmäcker ist etwas dabei.

Viel Spaß beim Stöbern und Geschenke finden!

HIER GEHTS ZUM NEUEN ONLINE BOOKSHOP

HOT STUFF mit Raketenmahl und Feuergeschichten

06 / 12

Gemeinsam etwas Neues gestalten –  das war wieder Anliegen der Urban School Ruhr in Ihrer #5 Session. Nach Exkursionen und kleinen Interventionen im Öffentlichen hieß es diesmal  Mörtel anrühren und Ziegel verputzen mit Valentina Karga.

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Jeder der Lust hatte mitzumachen, konnte sein Bau- und Basteltalent unter Beweis stellen. Entstanden ist HOT STUFF – Wittens erste beheizbare Bank und Outdoor-Küche, die temporär vom 26. bis 27. November 2016 neben dem Hauptquartier der Urban School Ruhr an der Bahnhofstraße 48 installiert war.

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Das musste natürlich gebürtig gefeiert werden: In gemütlicher Atmosphäre gab es ein kleines Fest, mit selbstgemachten Punsch, Feuer und Musik, bei dem vor allem das Probesitzen – und kochen interessierte. Eine  vorerst einmalige Gelegenheit, da die Installation lediglich temporär angelegt wurde.

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Temporär heißt in diesem Kontext: HOT STUFF war ein erster Prototyp, basierend auf einer nachhaltigen Technik, dem so genannten Raketenofen. Ein Ofen der mit Biomasse beheizt, nur wenig Brennstoff verbraucht.

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Das warme Wohnzimmer zur kalten Jahreszeit erschuf ein Get-together im Außenraum, in dem Menschen miteinander in Kontakt kamen und nicht wie üblich die Innenstadt als Ort des Konsums funktionierte.

Gefallen hat's, wie die Bilder zeigen!

Weitere Informationen unter www.urbanschoolruhr.org

Gemütlich. Warm und kuschelig. Wittens erstes Outdoor-Wohnzimmer. Wer baut’s? Die Urban School Ruhr!

16 / 11

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How to build a rocket mass heater? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Urban School Ruhr in ihrer vorerst letzten Session in diesem Jahr. Denn den braucht es, um das Öffentliche zu einem gemeinschaftlichen Raum zu machen.

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Holz, Kacheln und ein bisschen Physik! Mit Valentina Karga und dem Internet wird getüftelt und experimentiert: Was braucht es, um eine beheizbare Sitzbank zu bauen? Auch in Planung: Der Bau und die Nutzung zweier kleinerer Raktenöfen zum Kochen.

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Eingeweiht wird HOT STUFF in einer festlichen Zusammenkunft mit Musik, Raketenmahl und Feuergeschichten. Egal, ob mitgebaut oder mitgeschaut. Die Urban School Ruhr freut sich auf Euch – inkl. Zeit zum Probesitzen.

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Doch nach dem Aufbau – ist vor dem Abbau. Am Sonntag, den 27. November sind alle Beteiligten eingeladen, die Installation gemeinsam, zu demontieren und zu konservieren, damit sie einmal mehr als fertiges Ofen-Kit aufgebaut werden kann.  In Witten, Düsseldorf oder Tokyo.

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Im Januar geht es weiter mit Abenteuer Alltag I, ein Seminar geführt von Benjamin Foerster von Raumlabor Berlin in Kooperation mit der Uni Witten-Herdecke.

Alle Informationen & Termine finden Sie in unserem Kalender oder unter

urbanschoolruhr.org  

Outdoor-Learning mit der Urban School Ruhr

10 / 11

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Dieses Wochenende heißt es Cutting up the Campus: Und die Urban School Ruhr beweist einmal mehr, dass sie keine Schule im herkömmlichen Sinne ist. Während in üblichen Seminaren oftmals nur darüber referiert wird, welches Werk X von Künstler Z ein besonders musterhaftes Beispiel für eine gelungene Intervention im öffentlichen Raum ist, steht auf dem Stundenplan in Session 4 "das Scheitern".

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Und zwar Scheitern als Chance – wie der Titel des diskursiven Dinners Fail Again, Fail Better!  (Sa, 12. November 2016, 19.00 – 23.00Uhr) bereits andeutet. Neben Speis und Trank kommen hier Projekte auf den Tisch, die in der Theorie zwar clever gedacht, doch im Außenraum nicht funktionieren- insbesondere unter dem Aspekt der Partizipation. Failed Participation: Doch woran lag‘s?

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Vielleicht am Zeitgeist wie bei der Universität Bochum? Der Betonklotz, gedacht als offene, gleichartige Einheit, mit dem ursprünglichen Ziel das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, gilt heute als ein Beispiel misslungener Architektur. Also ein perfektes Forschungsobjekt für die Studierenden der Urban School Ruhr! Ist zwischen all dem Beton doch eine Wohlfühl-Oase versteckt?

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Sich wohlfühlen und erfahren was für euch dazugehört, könnt ihr auch im Seminar Verortetes Wohlbefinden (Do., 10. – Sa, 12. November, ganztägig). Macht euch eure Stadt zum Ort des Wohlfühlens!

In diesen und weiteren Veranstaltungen gibt es wieder viel (Neues) zu lernen! Eine kleine Vorschau vorab: In Session 5 wird es heiß … Schaut vorbei!

Intervenieren als Strategie

Do, 10. - So, 13. November 2016

USR Shopschule

Bahnhofstraße 48, Witten

Wer noch einen Platz ergattern möchte, kann sich online informieren & kostenlos Einschreiben unter

www.urbanschoolruhr.org

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