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Artists

Billinger & Schulz

Verena Billinger und Sebastian Schulz haben in Gießen, Frankfurt und Hildesheim Angewandte Theaterwissenschaft, Tanz, Choreografie und Performance studiert. Ihre Arbeiten wurden in Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Slowakei und Schweden gezeigt. Inhaltlich beschäftigt sich das Duo mit Aspekten von Gesellschaft und Öffentlichkeit. Für die künstlerische Modellierung und Inszenierung orientieren sie sich an Vor-Bildern und Themen des Körpers, dessen Bewegung sie als Überträger und als Lebenzeichen verstehen, mit dem Bilder, Effekte und affektive Spannungsfelder kreiert werden können. Ihre Freischwimmer-Produktion »ROMANTIC AFTERNOON *« wurde 2012 beim Favoritenfestival in Dortmund ausgezeichnet und ins Auftrittsnetzwerk des NRW Kultursekretariats aufgenommen. 2014 erhielten sie den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler in der Sparte »Theater, Regie, Schauspiel, Gesang, Tanz, Bühnenbild«. Von 2015 bis 2017 wird ihre Arbeit mit der Spitzenförderung des Landes NRW gefördert. Zuletzt wurden sie im Jahrbuch 2015 der Zeitschrift tanz als »Hoffnungsträger« der deutschen Tanzszene ausgezeichnet. »Violent Event« wurde als eine von 12 herausragenden Produktionen für die Tanzplattform 2016 ausgewählt. Auch werden Billinger und Schulz erneut im Rahmen des Theaterfestivals Favoriten 2016 intervenieren.

B

Hannah Biedermann

Von 2003 bis 2005 besuch der Schauspielschule Theater der Keller in Köln. Danach Studium der Szenischen Künste an der Universität Hildesheim. Ihre Diplomarbeit schrieb sie über die ästhetischen Strategien und Verfahrensweisen im zeitgenössischen Kindertheater am Beispiel von »Showcase Beat Le Mot«. 2008 gründetet sie die Theatergruppe »pulk fiktion« (Bonn/Köln), eine freie Kinder- und Jugendtheatergruppe, mit der sie bis heute sechs Produktionen verwirklicht hat, die zu diversen nationalen und internationalen Festivals eingeladen wurden. Das Arbeiten mit »pulk fiktion« ermöglicht ihr, das freie erforschen genreuübergreifender und interdisziplinärer Formen jenseits klassischer Narrative für ein junges Publikum. Es gilt die Grenzen des Kinder- und Jugendtheaters nachhaltig um performative und interaktive Formate zu erweitern. Von 2010 bis 2013 war Sie als freischaffende Regisseurin, Performerin und Theaterpädagogin aktiv. Und daran anknüpfend von Mai 2013 bis 2015 als Dramaturgin und Regisseurin am COMEDIA Theater in Köln angestellt. Seit Frühjahr 2015 ist sie wieder als freischaffende Regisseurin bundesweit tätig und realisiert u.a. im Rahmen des Theaterfestial Favoriten 2016 Interventionen im Dortmunder Unionviertel .

g

geheimagentur

geheimagentur ist ein offenes Kollektiv. Alle, die an den Projekten von geheimagentur mitgewirkt haben, können das Label »geheimagentur« für zukünftige Projekte nutzen. Deshalb kann die geheimagentur keine Informationen zur Person preisgeben und die Mitglieder bleiben anonym. Vor kurzem hat geheimagentur ihren zwölften Geburtstag gefeiert. geheimagentur produziert Situationen und Einrichtungen, die wie Fiktion erscheinen und dann doch die Realitätsprüfung bestehen. Die Performances von geheimagentur überschreiten die Grenzen symbolischer Politik zu »instant pleasure«: Sie lassen eine andere Realität im Kleinen entstehen, statt mit kritischer Geste die alte Welt zu bestätigen. geheimagentur ist ein freies Label, ein offenes Kollektiv und der Versuch einer praktischen »art of being many«.

H

Marlin de Haan

Von 2006 bis 2012 absolvierte sie ein Fernstudium im Bereich Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater/KMM Hamburg mit dem Abschluss Diplom. Im Zeitraum von 2008 bis 2014 war sie Regisseurin und Projektleiterin des Theaterkollektivs de Haan/ von Ernst/ Klomfass. Ihre Arbeiten wurden u.a. am Schauspielhaus Bochum, dem Theater Bielefeld, beim »Junge-Hunde-Festival« (Schillern, 2006) in Meiningen und, in Zusammenarbeit mit von Ernst / Klomfass, beim »Freischwimmer-Festival« (High Definition, 2008) in Zürich, Wien, Berlin, Hamburg und Düsseldorf gezeigt. Gemeinsam mit der Österreicherin Vanessa Eder (Kostüm/Raum und Animationsdesign) erarbeitete sie 2010 die begehbare Installation »PROVISORIUM – eine Reflexionsbude« (100°Berlin – Festival, Fringe – Festival/Hamburg) und die Performance »Hallo BUDE! – 30 Minuten Unsterblichkeit« (Wuppertaler Performancenacht 2010). Marlin de Haan inszeniert seit 2006 jährlich am FFT in Düsseldorf eine Produktion mit dem Seniorentheater in der Altstadt (SeTA e.V.). Ihre Inszenierung »Die Kleinbürgerhochzeit« von Bertold Brecht wurde 2010 mit dem Amateurtheaterpreis „Amarena“ ausgezeichnet und die Uraufführung »Silverday« zum »Herzrasen«-Festival 2010 ans Schauspielhaus Hamburg eingeladen.

M

Jörg Lukas Matthaei

Matthaei studied philosophy and literature in Dijon, Bonn, and Berlin. Since 2000, he has created over 40 works under the label matthaei & konsorten, working with alternative theaters and ensembles and in collaborations with major theaters and festivals, including Wiener Festwochen, Theater der Welt, and Politik im Freien Theater. After initial experiences with the mainstream theater, he developed multi-disciplinary interventions and performances with diverse artists for independent art sites and public spaces in Berlin during the 1990s. On this basis, he professionalized and founded his own label matthaei & konsorten, under which numerous works in various directions have emerged over the past fifteen years; from stage productions, installations, and discourse productions to the development of new formats for urban landscapes, which has been a major emphasis of his work over the past few years. His works include: DIESSEITS VOM KULISSENPARK ein flüchtiges museum der abweichungen (Kunstfest Weimar 014), IM APPARAT DER KRIEGE eine simulation in nachbarschaften (Berlin 014 + Radiofassung für den rbb u.a.), IF I CAN’T DANCE (Wiener Festwochen 013). For Theaterfestival Favoriten 2016, Matthaei will be collaborating with Felizitas Stilleke Kleine and Dorothea Ronneburg in the start up of a neo-solidary for the Ruhr region.

Lars Moritz

Lars Moritz lebt in Wien und arbeitet als Performance-Künstler und Alltagsforscher. Er ist Mitarbeiter an der Fakultät für Architektur | Urbanismus an der Universität der Künste in Linz (A). Er betreibt den Co-Workingspace Ver: Schwender in Wien. Lars Moritz gründete das Institut für Alltagsforschung als Plattform für künstlerische Forschung und direkte Aktion. Forschungsprojekte, Installationen und Performances des Instituts wurden in verschiedenen Ländern und an verschiedenen Standorten präsentiert, von Theatern bis Autobahn-Raststätten. Im Jahr 2014 schuf er den Nationalpark in Wien, den ersten Nationalpark in einem Innenstadtbereich. Zusammen mit Performancekünstler Otmar Wagner erfand er das Nachrichtenmagazin AKTION AKTUELL als eine Mischung aus TV-Show und Performance-Kunst. Diese und andere Projekte arbeiten mit der Idee des radikalen Infotainment und neuen Wegen zur Herstellung und Präsentation von Wissen. Im Rahmen von irreality.tv produziert er Internet-Serien. 2016 ist Moritz im Rahmen von Actopolis – Die Kunst zu handeln aktiv. In Zusammenarbeit mit weiteren Künstlern und der geheimagentur baut er in Oberhausen eine neue Stadt.

O

Marie-Luise O'Byrne-Brandl

Marie-Luise O’Byrne-Brandl ist seit 1996 als freischaffende Künstlerin tätig. Sie lebt und arbeitet in Oberhausen. Ihr Bestreben ist es, durch experimentelle Wagnisse Innovation in einer von Menschen bewohnbaren Welt zu schaffen. Ihre Arbeiten sind in einem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys zu verorten. In ihren Performances befasst O’Byrne-Brandl sich mit Mitgefühl, Endlichkeit und Nähe. Ausstellungen u.a.: 2011 Frisch zubereitet, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, 2013 Frohlocken, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, 2015 Kunststoffe, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, u.v.m. Performances u.a.: 2012 Housework inside out upside down, At Home, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, 2013 Gedächtniskulturen bedauern, 2015 Wir sind aus solchem Stoff aus dem die Träume werden, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, 2016 In der Kinderstube der Familie Beuys, Theater Oberhausen u.v.m.

Ö

Ahmet Öğüt

Ahmet Öğüt kam 1981 in Diyarbakır in der Türkei zur Welt. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und Amsterdam als Initiator soziokultureller Projekte, Künstler und Vortragsredner, schreibt Artikel über Kunst, Protestkultur, Kollaboration und Autonomie für das »e-flux journal« und andere Magazine. Öğüt arbeitet mit einer Vielzahl von Medien und hatte unter anderem in folgenden Museen Einzelausstellungen: »Forward!«, Van Abbemuseum, Eindhoven (2015); »Happy Together: Collaborators Collaborating«, Chisenhale Gallery, London (2015) und »Apparatuses of Subversion«, Horst-Janssen-Museum, Oldenburg (2014). Außerdem hat er an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter z.B. die 13. Biennale de Lyon (2015); die 8. Shenzhen Skulpturbiennale (2014) und Fifth Biennial of Visual Art Performance, New York (2013). Unter anderem wurde Öğüt mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Visible Award for the Silent University (2013); Sonderpreis des Future Generation Art Prize, Pinchuk Art Centre, Ukraine (2012); De Volkskrant Beeldende Kunst Prijs 2011; Kunstpreis Europas Zukunft, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig (2010). Gemeinsam mit Banu Cennetoğlu repräsentierte er auf der 53. Biennale von Venedig 2009 die Türkei. Mit der Silent University Ruhr (2015 bis 2017) initiiert Öğüt eine autonome Plattform zum Wissensaustausch für Akademiker, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten aufgrund ihres ihres Aufenthaltsstatus oder wegen Nicht-Anerkennung von Abschlüssen nicht als Lehrende weitergeben können. Zum Schweigen gebrachtes Wissen wird wieder hörbar

P

Rimini Protokoll

Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel bilden seit 2000 ein Autoren-Regie-Team. Ihre Arbeiten im Bereich Theater, Hörspiel, Film, Installation entstehen in Zweier- und Dreier-Konstellationen sowie Solo. Seit 2002 werden all ihre Arbeiten unter dem Label Rimini Protokoll zusammengefasst und angekündigt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. So erklären Haug / Kaegi / Wetzel eine Daimler Hauptversammlung zum Theaterstück oder inszenieren unter anderem in Berlin, Zürich, London, Melbourne, Kopenhagen oder San Diego mit hundert statistisch repräsentativ ausgewählten Bürgern 100% Stadt. In Berlin und Dresden entwickelten sie begehbare Stasi-Hörspiele, in denen die Observationsprotokolle per Androidtelefon abhörbar wurden. Zur Zeit touren sie mit nigerianisch-europäischen Geschäftsleuten – Lagos Business Angels, der querschnittsgelähmten MC Hallwachs – Qualitätskontrolle (Haug / Wetzel) oder vertonen Städte für Zuschauerhorden mit 50 Kopfhörern – Remote X (Kaegi). Von ihren Stücken wurde Shooting Bourbaki 2003 mit dem NRW-Impulse-Preis ausgezeichnet, Deadline (2004), Wallenstein – eine dokumentarische Inszenierung (2006) und Situation Rooms (2014) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen, Schwarzenbergplatz (2005) für den Österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. Mnemopark wurde mit dem Jurypreis beim Berliner Festival Politik im freien Theater 2005 ausgezeichnet und Karl Marx: Das Kapital. Erster Band gewann 2007 beim Festival Stücke sowohl den Publikumspreis als auch den Mülheimer Dramatiker Preis 2007. Im November 2007 erhielten Haug / Kaegi / Wetzel einen Sonderpreis des Deutschen Theaterpreises DER FAUST, im April 2008 wurde ihnen in Thessaloniki der Europäische Theaterpreis in der Kategorie Neue Realitäten verliehen. 2008 erhielten sie den Hörspielpreis der Kriegsblinden für Karl Marx: Das Kapital, Erster Band (nominiert war ebenfalls Peymannbeschimpfung). 2011 wurde das Gesamtwerk von Rimini Protokoll mit dem Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet. 2014 erhielten sie den Deutschen Hörspielpreis der ARD und 2015 den Deutschen Hörbuchpreis der ARD. 2015 erhielten Stefan Kaegi und Rimini Protokoll den Grand Prix des Schweizer Theatertreffens. Seit 2003 haben Rimini Protokoll in Berlin ihr Hauptquartier aufgeschlagen und ihr Produktionsbüro im Hebbel am Ufer.

r

raumlabor

Das Berliner Kollektiv raumlabor arbeitet an der Verbindung von Kunst, Architektur, Stadtentwicklung, Performance und Intervention. In interdisziplinären Arbeitsteams setzt die Gruppe seit 1999 Projekte um. Oft arbeitet raumlabor an verlassenen Orten oder solchen, die urbane Spannungsfelder darstellen. Dabei agieren sie nicht allein, sondern beziehen Stadtbewohner aktiv in die Ideenfindung und die Arbeitsprozesse ein. Raumlabor versteht sich nicht als Problemlöser, vielmehr initiiert die Gruppe Prozesse, die den Akteuren die Möglichkeit geben, mit den vorhandenen Umständen umzugehen und die Dynamik und Möglichkeiten der Stadt zu erkennen zu nutzen. Zu den bekanntesten Projekten des Kollektivs gehören das »Küchenmonument« (seit 2006), eine mobile Skulptur zur Schaffung temporärer Gemeinschaften, die schon in Duisburg, Liverpool, Warschau, München, Berlin oder Eindhoven installiert wurde. Im Ruhrgebiet schuf raumlabor 2009 die »Eichbaumoper«, wobei die U-Bahnstation Eichbaum in Mülheim an der Ruhr in ein Opernhaus verwandelt wurde. Die dort aufgeführte Oper wurde von Komponisten und Librettisten gemeinsam mit den Anwohnern vor Ort geschrieben und aufgeführt. 2016 realisiert raumlabor gemeinsam mit Urbane Künste Ruhr die Urban School Ruhr, eine fiktive Bildungseinrichtung, die bestehende partizipative und künstlerische Praxen im urbanen Raum untersucht und eigene entwickelt. Die Arbeit Zur kleinen Weile, die im Rahmen der Emscherkunst 2016 zu sehen ist, hat raumlabor mit Frederica Teti, Stefania Tsigkouni, Maria Garcia, Claire Mothais und Louise Nguyen zusammengearbeitet.

R

Denise Ritter

Studium der Geografie; danach studierte sie in der Meisterklasse von Christina Kubisch audiovisuelle Kunst. Als Klangkünstlerin arbeitet Ritter international im Bereich Soundinstallationen und elektroakustische Musik. Sie lebt im Ruhrgebiet, für ihre Arbeit erhielt sie mehrfach Auszeichnungen und Stipendien. Zur Ritters Arbeiten zählen elektroakustische Soundinstallationen und Klangskulpturen, meist ortsspezifisch und immer mit eigens komponierten elektroakustischen Stücken unter Verwendung von Originalklang- und Geräuschaufnahmen. Für die Industrial-/Musique concrète-Stücke ihrer CD-Veröffentlichung »Schachtanlage Gegenort« benutzte sie Originalaufnahmen aus Kohlebergwerken und Stahlfabriken. 2013 begann sie mit der Arbeit des für jeden offenen weltweiten Projekts »small world wide«. 2016 ist Ritter im Rahmen von ACTOPOLIS – Die Kunst zu handeln aktiv. In Zusammenarbeit mit weiteren Künstlern und der geheimagentur baut sie in Oberhausen eine neue Stadt.

S

Dirk Schlichting

Von 1988 bis 1995 Studium an der Kunstakademie Münster bei Prof. Joachim Bandau. 1992 schloss er als Meisterschüler ab. Im selben Jahr erhielt er den Förderpreis der Gemeinde Everswinkel sowie 1993 den Förderpreis der Studiogalerie XVI. Schlichting ist Mitglied im Westdeutschen und im Deutschen Künstlerbund. Er lebt und arbeitet in Herne und Dortmund. Schlichting arbeitet vor allem im Bereich Skulptur mit einem Schwerpunkt auf orts- und raumspezifischen Installationen. Zu seinen Arbeiten zählen u.a: 2010 »Expedition, liquid area/waterways«, Städtische Galerie Herne; 2012 »erwartet«, Kunstkirche Bochum und 2015 »stiegenmuseum.ebensee«, Festival der Regionen, Ebensee/ Austria. 2016 ist Schlichting im Rahmen von Actopolis – Die Kunst zu handeln aktiv. In Zusammenarbeit mit weiteren Künstlern und der geheimagentur baut er in Oberhausen eine neue Stadt.

Stephan Stock

Stock ist Mitbegründer der Gruppe »vorschlag:hammer«, welche bisher sechs Produktionen verwirklicht hat. Mit ihrer ersten Produktion vom Schlachten des gemästeten Lammes und vom Aufrüsten der Aufrechten gewann die Gruppe den Jurypreis des 100 Grad Festivals (HAU Berlin) und den Preis des Körber Studio Junge Regie (Thalia Theater Hamburg). Stock ist ebenfalls Mitbegründer des paradoxen Kollektivs »neue Dringlichkeit«, welches aktiv in Zürich politisches Theater und Aktionen umsetzt, unter anderem als Veranstalter des Festivals »Let`s talk about Money, Honey« in der Gessnerallee Zürich. Im Jahre 2013 gewann er mit der neuen Dringlichkeit bei PREMIO mit dem Projekt neue Männlichkeit zweiten Platz und zusätzlich den Publikumspreis mit yuri500, einer weiteren von ihm mitbegründeten Truppe, und dem Stück Rede an die Menschheit an den Treibstoff Theatertagen Basel. In der Ausgabe des Freischwimmerfestivals 2014 zum Thema »Intim« vertrat er die Gessnerallee Zürich mit dem Solo Theater der Peinlichkeit. Wie in 2014 wird Stock auch im Rahmen des Theaterfestivals Favoriten 2016 für Momente der Belebung, Bewegung und Begegnung sorgen.

Wanja van Suntum

Van Suntum schloss 2014 den Diplomstudiengang Szenische Künste an der Universität Hildesheim ab. 2008 gründete er das Kunstnetzwerk »cobratheater.cobra«, unter dessen Namen er seitdem diversen künstlerischen Arbeiten nachging. Von 2008 bis 2010 leitete er das Türkisch-Deutsche-Theater Hildesheim. Die Gründung der Gruppe RUHRORTER erfolgte im Jahr 2012, die an verschiedenen Orten im westlichen Ruhrgebiet mit Menschen mit Fluchthintergrund interdisziplinäre Projekte realisiert. 2015 wurde eine Performance mit Klang- und Rauminstallation im ehemaligen Frauengefängnis in Mülheim an der Ruhr erarbeitet. Wie in 2014 wird van Suntum auch im Rahmen des Theaterfestivals Favoriten 2016 wieder Interventionen im Urbanen initiieren.

V

We Are Visual

Seit 2010 arbeiten Felix Jung und Marc Einsiedel als Künstlerduo we are visual zusammen. Das Duo arbeitet ortsspezifisch, oft entstehen ihre Arbeiten erst aus der Beschäftigung mit einem Ort heraus. Für ihre Interventionen und Installationen zweckentfremden und recyceln sie unterschiedlichste Materialien. Ihre Arbeiten reflektieren aktuelle Themen, zeigen Missstände auf und offenbaren Absurditäten und Kontraste. Jung und Einsiedel arbeiten im öffentlichen Raum, zeigen ihre Arbeiten aber auch in Galerien, Kunsthäusern und Museen. 2016 ist das Künstlerduo im Rahmen von Actopolis – Die Kunst zu handeln aktiv. In Zusammenarbeit mit weiteren Künstlern und der geheimagentur baut er in Oberhausen eine neue Stadt. Ausstellungen u.a. in: Lendhafen, Ankommen, Klagenfurt, A (2015); chasing max mustermann / Graz, A (2015); Urban Art and Data Visualization, Nairobi - Kenja (2015); Raum links rechts , lost found and stolen, Hamburg (2014); Kampnagel, the art of being many, Hamburg (2014); P/ART Producers Artfair, Hamburg (2014); Sella Hasse Kunstpreis, Hamburg (2014); Kunsthaus Rhenania, F*KK, Köln (2014); P/ART Producers Artfair, Hamburg (2013); uvm.

W

Susanne Kudielka / Kaspar Wimberley

Kudielka/ Wimberley sind als Künstler, Produzenten, Kuratoren und Wissensarbeiter mit Schwerpunkt ortsspezifische und interdisziplinäre Kunst im öffentlichen Raum tätig. Sie leben und arbeiten in Stuttgart und auf Jersey. Die Projekte und Interventionen von Kudielka / Wimberley lassen sich als Einladung zum Sammeln neuer Erfahrungen und zur Teilnahme am Außergewöhnlichen, als Katalysatoren für Dialog und Austausch beschreiben. Das Bemühen, Menschen für bestehende gesellschaftliche oder kulturelle Bedingungen zu sensibilisieren und die Ordnung des Moments zu bestreiten und zu hinterfragen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeit des Künstlerpaars. Kudielka/ Wimberley haben Projekte für Museen, Kunstfestivals und -Institutionen, Hochschulen, NGOs, Schulen und freie Auftraggeber realisiert und dabei mit Hundebesitzern, Bäckern, Vermietern, Radfahrern, Gärtnern, Fischern, Obdachlosen, Zauberkünstlern, Teenagern, Ladeninhabern, Asylsuchenden und einem Chor gearbeitet. 2016 sind Kudielka/ Wimberley im Rahmen von Actopolis – Die Kunst zu handeln aktiv. In Zusammenarbeit mit weiteren Künstlern und der geheimagentur bauen sie in Oberhausen eine neue Stadt.