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Artists

M

Jörg Lukas Matthaei

Matthaei studied philosophy and literature in Dijon, Bonn, and Berlin. Since 2000, he has created over 40 works under the label matthaei & konsorten, working with alternative theaters and ensembles and in collaborations with major theaters and festivals, including Wiener Festwochen, Theater der Welt, and Politik im Freien Theater. After initial experiences with the mainstream theater, he developed multi-disciplinary interventions and performances with diverse artists for independent art sites and public spaces in Berlin during the 1990s. On this basis, he professionalized and founded his own label matthaei & konsorten, under which numerous works in various directions have emerged over the past fifteen years; from stage productions, installations, and discourse productions to the development of new formats for urban landscapes, which has been a major emphasis of his work over the past few years. His works include: DIESSEITS VOM KULISSENPARK ein flüchtiges museum der abweichungen (Kunstfest Weimar 014), IM APPARAT DER KRIEGE eine simulation in nachbarschaften (Berlin 014 + Radiofassung für den rbb u.a.), IF I CAN’T DANCE (Wiener Festwochen 013). For Theaterfestival Favoriten 2016, Matthaei will be collaborating with Felizitas Stilleke Kleine and Dorothea Ronneburg in the start up of a neo-solidary for the Ruhr region.

Ö

Ahmet Öğüt

Ahmet Öğüt kam 1981 in Diyarbakır in der Türkei zur Welt. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und Amsterdam als Initiator soziokultureller Projekte, Künstler und Vortragsredner, schreibt Artikel über Kunst, Protestkultur, Kollaboration und Autonomie für das »e-flux journal« und andere Magazine. Öğüt arbeitet mit einer Vielzahl von Medien und hatte unter anderem in folgenden Museen Einzelausstellungen: »Forward!«, Van Abbemuseum, Eindhoven (2015); »Happy Together: Collaborators Collaborating«, Chisenhale Gallery, London (2015) und »Apparatuses of Subversion«, Horst-Janssen-Museum, Oldenburg (2014). Außerdem hat er an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter z.B. die 13. Biennale de Lyon (2015); die 8. Shenzhen Skulpturbiennale (2014) und Fifth Biennial of Visual Art Performance, New York (2013). Unter anderem wurde Öğüt mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Visible Award for the Silent University (2013); Sonderpreis des Future Generation Art Prize, Pinchuk Art Centre, Ukraine (2012); De Volkskrant Beeldende Kunst Prijs 2011; Kunstpreis Europas Zukunft, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig (2010). Gemeinsam mit Banu Cennetoğlu repräsentierte er auf der 53. Biennale von Venedig 2009 die Türkei. Mit der Silent University Ruhr (2015 bis 2017) initiiert Öğüt eine autonome Plattform zum Wissensaustausch für Akademiker, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten aufgrund ihres ihres Aufenthaltsstatus oder wegen Nicht-Anerkennung von Abschlüssen nicht als Lehrende weitergeben können. Zum Schweigen gebrachtes Wissen wird wieder hörbar

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raumlabor

Das Berliner Kollektiv raumlabor arbeitet an der Verbindung von Kunst, Architektur, Stadtentwicklung, Performance und Intervention. In interdisziplinären Arbeitsteams setzt die Gruppe seit 1999 Projekte um. Oft arbeitet raumlabor an verlassenen Orten oder solchen, die urbane Spannungsfelder darstellen. Dabei agieren sie nicht allein, sondern beziehen Stadtbewohner aktiv in die Ideenfindung und die Arbeitsprozesse ein. Raumlabor versteht sich nicht als Problemlöser, vielmehr initiiert die Gruppe Prozesse, die den Akteuren die Möglichkeit geben, mit den vorhandenen Umständen umzugehen und die Dynamik und Möglichkeiten der Stadt zu erkennen zu nutzen. Zu den bekanntesten Projekten des Kollektivs gehören das »Küchenmonument« (seit 2006), eine mobile Skulptur zur Schaffung temporärer Gemeinschaften, die schon in Duisburg, Liverpool, Warschau, München, Berlin oder Eindhoven installiert wurde. Im Ruhrgebiet schuf raumlabor 2009 die »Eichbaumoper«, wobei die U-Bahnstation Eichbaum in Mülheim an der Ruhr in ein Opernhaus verwandelt wurde. Die dort aufgeführte Oper wurde von Komponisten und Librettisten gemeinsam mit den Anwohnern vor Ort geschrieben und aufgeführt. 2016 realisiert raumlabor gemeinsam mit Urbane Künste Ruhr die Urban School Ruhr, eine fiktive Bildungseinrichtung, die bestehende partizipative und künstlerische Praxen im urbanen Raum untersucht und eigene entwickelt. Die Arbeit Zur kleinen Weile, die im Rahmen der Emscherkunst 2016 zu sehen ist, hat raumlabor mit Frederica Teti, Stefania Tsigkouni, Maria Garcia, Claire Mothais und Louise Nguyen zusammengearbeitet.